Reviews

Magica

Label: Niji Entertainment Group (2013)

Mit "Magica" kehrte Ronnie James Dio unter eigenem Banner zu dem Sound zurück, für den er seit "Holy Diver" gestanden hatte. Mit den beiden vorherigen Scheiben "Strange Highways" und "Angry Machines", die unter der Federführung des mexikanischen Gitarristen Tracy G entstanden waren, hatte die Shouterlegende seine Anhängerschaft stark gespalten. Einige standen auf den eher schroffen, aggressiven Sound, andere trauerten den verloren gegangenen Hymnen hinterher. Zur Band war inzwischen Craig Goldy zurückgekehrt, den die Fans schon vom Klassiker "Dream Evil" kannten.

Auf "Magica" erzählt Dio die Geschichte des mystischen Landes "Magica", das in einem Kampf zwischen Gut und Böse gefangen ist. Das Werk war ursprünglich als Trilogie angelegt, durch seinen frühen Tod aber wurde nur der erste Teil und kleine Fragmente der folgenden beiden fertig gestellt. Die Platte bietet wieder große Hooklines, die auf den beiden Vorgängern von vielen (nicht allen!) Fans so schmerzlich vermisst worden sind und kann stellenweise an seine größten Erfolge anknüpfen, wenn auch nicht ganz an sie heranreichen.

Dieser neue Reissue wartet mit einigen Bonustracks auf, so das einzig fertiggestellte Stück aus "Magica 2", genannt "Electra", das man aber schon von einer "Greatest Hits" Compilation kannte. Dazu die üblichen Liveversionen. Kein echter Bonus Track ist die von Dio gelesene Geschichte von Magica, da diese zumindest auf meiner alten Version der Scheibe schon vertreten war.

Zum düsteren Sound von "Angry Machines" kehrte RJD dann erst mit "The Devil You Know" von Heaven & Hell zurück. Aber das ist eine andere Geschichte.

Für Komplettisten in jedem Fall eine sinnvolle Anschaffung, für Neueinsteiger empfehlen sich da eher "Holy Diver" oder "The Last In Line".

7/10

Frank Scheuermann






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