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A Savage Symphony: The History Of Annihilation

Label: AFM Records (2010)

Na, da haben wir uns aber mal nicht lumpen lassen. Zum 25-jährigen Bandjubiläum haben sich Destruction mächtig ins Zeug gelegt und kräftig die Asservatenkammer entstaubt. Und dabei sind sie auf einige kleinere und größere Kostbarkeiten gestoßen. Der Silberling bietet auf gut dreieinhalb Stunden jede Menge Material für den Fan und im gleichen Maße auch guten Stoff für den Einsteiger.

Da wäre zunächst einmal das eigentliche Kernstück der Kollektion, zumindest in meinen Augen: Der schon legendäre Auftritt der Ruhrpott Thrasher vom Wacken Open Air 2007. Und der müsste eigentlich auch alle diejenigen beglücken, die mit der letztjährigen Live Doppel CD nicht ganz so glücklich waren (und davon gab es ja bekanntlich einige, auch wenn mir das Ding gefallen hat!).

Und die Hitliste, durch die sich die Mannen um Schmier durcharbeiten, ist schon erstaunlich und lässt kaum Wünsche offen. Und dass sie dann noch den legendären Mad Butcher reanimieren, dürfte auch die größten Nostalgiker wieder von alten, blutigen Zeiten träumen lassen. Auch die Sache mit den drei Drummern hat etwas...

Aber da gibt es auch noch den Bonuskram, der hier besonders charmant ausgefallen ist. So zum Beispiel, wenn sich Schmier durch jede Menge Raritäten aus dem Destruction Umfeld arbeitet und eine Menge Anekdoten dazu vom Stapel lässt. Unterm Strich fand ich zwar die Tankard CD wegen dem ultrasympathischen Gerre noch einen Tick ansprechender, aber das ist Geschmachsache und darf jeder andere komplett anders sehen. Ich jedenfalls habe wiederholt sehr kurzweilige Stunden vor der Glotze verbracht.

Frank Scheuermann






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