Reviews

Dawn Of Solace
Darkness

Label: Locomotive Music (2007)

Bei der neuen Formation Dawn Of Solace handelt es sich um das gedankliche Kind von Tuomas Saukkonen, seines Zeichens Musiker der finnischen Band Before The Dawn. Während der Aufnahmen zu deren drittem Silberling hatte er noch die eine oder andere Songidee auf der Pfanne, die sich aber nicht so recht ins relativ feste Bandgefüge seiner Stammformation einbringen ließen. Kurzerhand verbrachte er zusätzliche Zeiten im Studio, um die etwas melancholischeren Stücke von Dawn Of Solace auf Band zu bannen. Eine feste Band ist DOS somit zwar noch nicht, aber man bemüht sich augenblicklich darum, eine stabile und vor allem roadtaugliche Formation zu finden, mit der man dann auch das alltägliche Gig-Geschäft bewältigen kann. Zur Musik. Die musikalische Nähe zu Before The Dawn ist nicht zu leugnen, dafür sorgt schon der an Death und Gothic angelegte extrem tiefe Gesang. Jedoch sind die Songs deutlich weniger Metal und verbreiten phasenweise sogar schon fast an Pink Floyd erinnernde Sphärenklänge. Der Schwerpunkt liegt also eher beim Experimentieren mit Klangfarben als auf dem Abfahren eines gnadenlosen Bretts. Viele Songs beginnen mit geschmackvollen Akustikgitarren, der 'Winter Song' (mein persönlicher Favorit!) besteht sogar ausschließlich daraus. Dass man nicht zur Folkband mutiert, dafür sorgen dann gegrowlte Riffmonster wie 'Wrath Of Gods Amonst Us'. Summa summarum eine interessante Platte, die durchaus ihre Abnehmer im melodischen Death Metal, dem Gothic Metal oder auch bei Emo-Jüngern finden könnte.

Frank Scheuermann 






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