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Count Me In

Label: Bridge 9 (2007)

Mit dieser Formation haben wir so zusagen Boston's Finest und Hrdest zu begrüßen. Sie sind roh, derb und metallisieren durch ihren Stile den Hardcore Sektor. Tragender musikalischer Charakter dieses Quintetts ist die geile Bassline, die sich wie ein roter Faden durch die ganze Platte zieht. Aggressive Vocals in das Mikro schreiend und dazu noch manch eine kurzweilige Blasteinlage vom Schlagzeug tun ihr übriges zu diesem gewichtigen Gesamteindruck. Selbstverständlich outen sich die Gitarren wieder als Tempomat des ganzen Albums, aber alles ist den Vocals untergeordnet bzw angpasst.

Thematisch wird die Menschheit auf das Korn genommen mit ihren diversen Arten des Daseins und wie man sich darstellt und selbst versteht. Zu diesem Punkt wäre als Hörprobe 'Infected' mehr als geeignet, vielschichtig und tiefgreifend - das ist die absiolute Neuheit bei Death Before Dishonor! Ein weiteres Beispiel wäre der extrem explosive Song 'Curl Up And Die', blastige Parts gepaart mit einer sehr anklagenden Stimme und immer die geschickt arrangierten Breaks.

Das Gesamtwerk von insgesamt 13 Songs, davon zwei Untitled Hidden Tracks, ist durch aus eine Investition wert. Voll auf die Zwölf muss man sagen. Anklagend und inspirierend, diskussionswürdig, vielschichtig. Eine Art Abrechnung mit dem Zeitgeist und dem Lifestile, sehr kritisch formuliert und ebenso provozierend. Besonders die eine Passage hat mir gut gefallen "Sell it on t.v." Wenn man sich die unsäglichen Promi-Real-TV-Shows anscaut, recht so.

Mein Tipp: Nicht nur was für Mosh-Pit-Fanatiker auch für gesellschaftskritische Metalheads geeignet. Diese Platte verfehlt nicht ihre Wirkung. Wiederum Daumen hoch!

Car Sten






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