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Fuel The Fire EP

Label: Finest Noise (2006)

Defcon ist ein Bandprojekt aus der Oststeiermark im Süden der Alpenrepublik Österreich. Alle Mitglieder des Sextetts stammen aus anderen Bands und haben sich mit diesen bereits einen Namen erspielt. Erfahrung und Routine sind also vorhanden um das Musikbusiness aufzumischen. Der Name der Band kommt, wie man sich leicht vorstellen kann, von den Sicherheitsstufen der amerikanischen Regierung Defcon eins bis Defcon fünf. Doch weiter zu den Mitgliedern, die sich im Sommer 2006 im Studio versammelt haben um die "Fuel The Fire EP" aufzunehmen. Die Bindung zwischen den Defconesen, wie sich die Jungs nennen, besteht im Emo, doch davon ist so viel nicht mehr auf der EP zu hören.

Kaum ist die CD eingelegt und der Start-Knopf gedrückt kommt einem das Geschrei entgegengeschwappt, was nicht viel mit Emo, sondern eher viel mit (Hard)core zu tun hat. Aber der gesangliche Part beschränkt sich nicht nur auf Schreiereien, auch klare, sauber gesungene Passagen sind vorhanden, die der zweite Mikromann zu seiner Domäne gemacht hat. Dieser Gesang ist die emotionale Komponente und kommt so auch beim Hörer an, doch dadurch, dass sie eher im Hintergrund bleibt, ist die Musik ein etwas abgeschwächter Hardcore. Schlecht ist was da aus den Boxen dröhnt nicht, denn es gibt ordentlich Zunder auf die Ohren und rockt ordentlich. Die Verflechtung der ruhigen und lauten Passagen wird immer raffinierter je länger die Scheibe sich im Laufwerk dreht, denn der Gesang wechselt sich immer öfter ab und geht so eine intensivere Symbiose ein, die stärker auf das Publikum wird, da auch der Anteil an klarem Gesang zunimmt. In den gut 23 Minuten Spielzeit präsentiert auch die Saiteninstrumentfraktion sich von ihrer besten Seite und zeigt den einen oder anderen musikalischen Kunstgriff der dem Ohr gefällt und seine Wirkung nicht verfehlt.

Die Österreicher sind auf dem Vormarsch und sie geben dem Feuer wirklich ordentlich Zunder. Obwohl Emocore draufsteht dürften auch Hardcore-Fans ihre helle Freude an der "Fuel The Fire EP" finden.

Winfried Bulach






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