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All Against Hearts

Label: Jod Records (2006)

Spätsommer 2004. Vier Kleinstadtgefangene treffen sich, wollen ihren Gefühlen und Sehnsüchten musikalisch Ausdruck verleihen und gründen deshalb eine Gruppe. Diesem Kind geben sie den Namen Death Of A Japanese Girl. Inzwischen gab es zwei Verluste im Line Up, doch am Bass gab es Ersatz, so dass es als Trio weitergehen musste. Behindert hat es die Gruppe nicht, denn sie setzten ihren Weg unbeirrt fort. Ihr erstes Album "All Against Hearts" brachten sie trotz der Widrigkeiten auf Band und dann per Jod Records auf den Markt. Ob sie ihr Herz wirklich nicht verloren haben, als sich die Hälfte der Band verabschiedet hat, wird nun beleuchtet...

Die CD startet wie der Motor eines Autos, im wahrsten Sinne des Wortes, denn bevor die Musik einsetzt hört man das Starten eines Transportmittels welches mit quietschenden Reifen davonfährt. Die Truppe hat sich dem Punkrock verschreiben und so geht es direkt und ohne Kompromisse los. Schnörkellos wird die Gitarre mit Powerchords malträtiert während im Vordergrund die Lyrics dahingeschmettert werden. In den Texten steckt natürlich der eine oder andere kluge Gedanke der mehr oder minder blumig an das Publikum gebracht wird. Zu Anfang denkt man noch, die Band sei eine weitere dieser deutschen Gruppen, die sich ausschließlich in englischem Vokabular ausdrücken, doch in der Mitte von 'Summer' wird man stutzig, denn ein Absatz im Text ist komplett deutsch und im übrigen angelsächsischen Wortgefüge untergebracht. Musikalisch lässt sich schon der eine oder andere Einfluss amerikanischer Band, wie beispielsweise NoFx, ausmachen. Aber nicht nur aus Übersee wird die Musik bearbeitet, soundtechnisch ist ebenfalls ein wenig von Kettcar auszumachen, vor allem was den Gesang betrifft.

Dieser Mix ist nicht das Aufregendste was das Ohr je gehört hat, doch schlecht ist die Musik von Death Of A Japanese Girl auch nicht. Etwas zu sanft für NoFx Fans, aber Freunde sanfterer Punkrockklänge oder auch Emokonsumenten können ruhig mal in "All Against Hearts" reinhören.

Winfried Bulach






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