Reviews

Liberator

Label: Point Music (2005)

Wenn heutzutage von Rock'n'Roll die Rede ist, schielen die meisten Fans begierig nach Schweden und der Rest zuckt erschrocken zusammen. Dass zu diesem Genre aber auch Bands wie Motörhead und Venom zählen, scheinen viele vergessen zu haben. Doch auch denen kann geholfen werden, in Form einer ohralen Injektion von „Liberator“, das den Old School-Fan verzückt die Venom-Kutte aus dem Schrank fingern lässt!

Ja, Leute, ihr habt richtig gelesen! All die, denen die nächste Veröffentlichung der englischen Legende zu lange dauert, haben hier die Chance auf eine sehr geile Alternative. In bester Venom-Manier rocken'n'rollen und thrashen die Songs durchs Wohnzimmer, dass es eine wahre Freude ist! Ab und an lässt das Quintett gar Vergleiche mit den göttlichen holländischen True-Metallern Goddess Of Desire zu, die ihrerseits ähnlich alten Göttern huldigen.

Einzelne Songs herauszupicken erspare ich mir an dieser Stelle, kann „Liberator“ wahrlich auf ganzer Linie begeistern und nimmt uns alle mit auf eine Zeitreise in die frühen Achziger, als Musik noch simpel war und die Produktion gerade mal Proberaum-Niveau hatte. Das Sound-Problem wurde hier jedoch amtlich gelöst und knallt die Hommagen in wirklich guter Form aus den heimischen Speakern!

Ich hoffe, dass Dust & Bones mit ihrer nächsten Tat nicht so lange auf sich warten lassen wie die Black Metal-Götter! Großes Kino, das Lust auf mehr macht!

Michael Meyer






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