Reviews

Future's Calling

Label: Dockyard1 (2005)

Die Wurzeln von Dreamland liegen, wie die vieler anderer Bands unserer geliebten Musikrichtung auch, in Schweden. Früher unter dem Namen Infinity aktiv, machten die Jungs erstmals auf dem Sweden Rock Festival auf sich aufmerksam. Die selbstproduzierte Single „The Call“ aus dem Jahre 2002 ließ schließlich Hammerfall Frontmann Joacim Cans aufhorchen, der daraufhin die Jungs unter seine Fittiche nahm. 3 Jahre später liegt nun das Debütalbum „Future’s Calling vor, dass Joacim in Zusammenarbeit mit Andy LaRocque (Dream Theater) produzierte.

Bei so viel Engagement von Joacim Cans verwundert es dann auch nicht, dass sich Dreamland deutliche Parallelen zu Hammerfall gefallen lassen müssen. Scheint bei diesem Einfluss wohl normal zu sein, ähnlich stellt sich der Sachverhalt auch bei den Landsmännern Persuader und deren Produzent Piet Sielck (Iron Savior) dar. Mit den schwedischen Vorzeigemetallern wurden schon viele Bands verglichen, nur wenige konnten dem Stand halten. Hier kann man den Jungs von Dreamland keinen Vorwurf machen. Die Songs sind schön ausbalanicert, wirken zum Teil leicht progressiv wie das hervorragende Titelstück „Future’s Calling’ und bieten auch den Protagonisten genügend Freiraum, ihr zweifelsohne spielerisches Können darzubieten. Insgesamt gesehen ist die Vielzahl der Stücke im treibenden Midtempobereich angesiedelt, wobei es hier und da natürlich auch schnellere Ausreißer gibt; an dieser Stelle sei exemplarisch ,Dreamland’ genannt. Frontmann Joacim Lundberg heißt nicht nur wie der Produzent, sondern ähnelt mit seiner klaren Stimme auch dem großen Vorbild, was dem melodisch beeinflußten Spiel der Band gut tut. Erfreulicherweise bleibt zu erwähnen, dass die Band auf Keys weitestgehend verzichtet, die bei diesem Stil die Songs ohnehin nur verweichlicht hätten. Alles in allem eine schöne Platte, die mit ,Hearts Like Lions’ ,Future’s Calling’ und der wunderschönen Ballade ,Fade Away’ ihre Highlights hat.

Dreamland als Hammerfall Kopie abzustempeln würde ihnen nicht gerecht werden, dafür sind die Songs zu gut. Ob es allerdings reicht, aus dem Dickicht dieses überlaufenen Genres herauszuragen, wird sich zeigen. Liebhaber melodischen Heavy Metals dürfen durchaus mal reinhören.

Oliver Bender






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