Reviews

Tsumi

Label: Seamview Records (2004)

Dreadlock Pussy wurde 1997 gegründet und kommt aus der Gegend um Roermund in den Niederlanden. Es sind sechs Jungs die bis heute schon einige Erfahrung in der Nu Metal Szene gesammelt haben, denn „Tsumi“ ist bereits ihr zweites Album. Ihr erstes Album „Sharp Instead“ wurde bislang nur national veröffentlicht, war aber ein großer Erfolg. Es war Eintrittskarte zu größeren Events wie Pinkpop, Ozzfest und dem Lowlands Festival. „Tsumi“ wurde letztes Jahr schon in den Niederlanden veröffentlicht und gilt dort als bestes Nu Metal Album des Jahres.

Die CD fängt mit dem Titel ‚Ever Decreasing Circles’ an, in dem man schon sieht wer alles in der Band zu schaffen hat. Zwei Gitarren, ein Bass, ein Schlagzeug, ein Frontsänger und der DJ als Krönung des Sounds arbeiten hart am Stil von Dreadlock Pussy. Der DJ hat die Elektronik im ersten Song voll im Griff und die Gitarren bringen Kraft in den Song. Eine eingehende Melodie prägt dieses Lied, die, auch wenn mal ein lauter Part kommt, ständig im Kopf des Hörers bleibt. Der zweite Track ‚Slippage’ erinnert entfernt an den Stil von Linkin Park, auch wenn die Verteilung der Gesangsparts etwas anders ist, denn bei Dreadlock Pussy gibt es keine Raps. Die Scratching Parts zeigen das Können von Lombok. In ‚Bygones’ stehen harte und laute Gitarren im Vordergrund und verleihen dem Song seinen Charakter. Es werden einige Scratches eingestreut, die den aggressiven Gesang des Songs abrunden. ‚Effigy’ ist ein sehr langsamer Track, der ab und zu in refrainartiger Manier etwas lauter wird. Es ist ein reiner Instrumental Track, der keinen Gesang benötigt. Linkin Park hat auf seinen Alben auch solche Instrumentals, die allerdings hauptsächlich vom DJ generiert wurden bei Dreadlock Pussy nimmt die ganze Band am großartigen Sound teil. Abgeschlossen wird das Album von ‚Jacob's Ladder’, bei dem sogar eine Akustikgitarre zum Einsatz kommt. Der Titel ist repräsentativ für den Stil von Dreadlock Pussy, denn er beinhaltet alle Nuancen der Nu Metaller, instrumentelle Parts wie auch solche mit aggressivem Gesang haben hier ihren Platz.

Dreadlock Pussy haben die Kraft von Korn und einen eigenen Stil wie Linkin Park. Wenn man dazu kommt, kann man mal reinhören.

Winfried Bulach






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