Reviews

Inhuman Rampage

Label: Noise Records (2006)

Die sechs Herren steigen mit ihrem dritten Studioalbum auf zu einem Klassenprimus-Anwärter. Wenn man die immer wieder zu lesenden Worte „Innovativ, hart, neue Wege“ für irgendeinen Newcomer mal aufgreift, für dieses Album treffen diese defakto zu.

Schnell, hart, geile Riffs, geile Rhythmen und dazu sehr Ohrwurm verdächtig. Entgegen dem typischen Powermetal-Plattenaufbau finden sich im Mittelteil des Albums keine Midtemposongs oder Balladen. Dieses acht Songs umfassende Album hat nur eine einzige Ballade ‚Trail Of Broken Hearts’ und dies ist der letzte Song auf dem Langeisen. Ansonsten nur Power, die ganze Zeit lang, vom Opener ‚Through The Fire And Flames’ bis zum vorletzten Akt des Albums ‚The Flame Of Youth“. Stellenweise wird man förmlich überrascht von der Spielfreude und der Vielseitigkeit, der Leichtigkeit des Seins: Powermetal übliches Schlagzeugspiel wird zumeist an den Punkten, an denen man nicht damit rechnet, mit einer kurzen, an das Thrash-Metal erinnernde Spiel, ergänzt.

Schneller und filigraner als die bisherigen Alben? Definitiv, ein wahres Feuerwerk brennen die Herrschaften ab. Wer die Möglichkeit bzw. das feucht-fröhliche Vergnügen hatte, die Band auf Wacken 05 zu hören und damals schon ein gribbeln im Bauch hatte, wird bei diesem Album entzückt sein. Dragonforce spielen sich mit diesem Album in die unmittelbare Schlagdistanz zu Genregrößen wie Gamma Ray o. ä!

Ein weiteres, nicht zu leugnendes, Bonbon dieser Platte findet sich in der Dauer der jeweiligen Songs: Kein Song liegt unter fünf-Minuten-Marke. Bezeichnenderweise ist gerade die Ballade eines der kürzesten Stücke auf diesem Album.

Mein Tipp: Versorgt euch mit dieser CD bei eurem CD-Dealer eures Vertrauens und kauft!

Carsten Rothe






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