Reviews

Necrholocaust

Label: Xtreem Music (2003)

Mexiko, Land der Hüte, der Stoppelbärte, des warmen Bieres und der Hängematte. Doch etwas stört diese Idylle. Nein es ist kein hübsches Mädchen, das verführerisch auf dich zukommt. Es ist auch kein Mann mit einem Gitarrenkoffer voller Waffen, aber wir kommen der Sache schon näher. Es sind Disgorge, die mit „Necrholocaust“ ihre vierte CD vorlegen.

Die drei Jungs mit den Namen Antimo, Ed und Willy kommen dabei mit Goretexten aus ihren mexikanischen Rattenlöchern, die Titel tragen wie ‚Boiling Vomit Throug My Veins’ oder ‚Macabre Realms Of Inhuman Bestiality’. Dazu gibt als Hauptgericht Grind / Death Metal der flotteren Sorte. Typische Produktion, also vorne Stimme, im Hintergrund abwechselnd lauter und leiser Gitarre und Schlagzeug, sowie die Frage: Bass wo bist du? Zwischen den Tracks gibt es noch kleine Einsprengsel von Filmmusiken und Szenen, fragt aber nicht von welchen, denn es gilt Gehirn = Sieb. Gelegentlich bremst man das Tempo sogar und zeigt, dass man es nicht nur technisch kann. Da ist ein (kleines) Gefühl fürs Songwriting vorhanden. Wenn ich dann allerdings im Infosheet Grave und Dismember lese muss ich doch etwas lächeln. Incantation schon eher. Leider muss man Disgorge aber attestieren, dass ihre Lieder nicht im Gedächtnis hängen bleiben, einige Parts lassen aufhorchen, aber ob das genügt?

Wer gerade schlechte Laune hat und seine Wohnung in 35 Minuten zerlegen oder der / dem Freund/in klarmachen will, das man echt sauer ist, kann hier kaufen. Fans von Death / Grind werden befriedigt, der Rest nicht.

Christian Kremp






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