Reviews

Candy For The Masses

Label: Rough Trade Distribution (2002)

Devin Dawn ist eine Band aus dem badischen Teil unseres Landes, deren Namen man sich auf jeden Fall merken sollte, denn auf ihrem Debüt „Candy For The Masses“ sind einige Songs enthalten, die auf sich aufmerksam machen dürften.

Die ganze Chose beginnt mit einem Glockenspiel-Intro, ehe man mit dem Song ‚Trust In Your Religion’ das erste Mal so richtig loslegt. Melancholisch anmutende Strophen werden abgelöst durch den eingängigen Refrain, der einem sofort in Fleisch und Blut übergeht. Nun wird es sicherlich schwer sein dieses Niveau zu halten, aber sehen wir mal was noch kommt. ‚All About This Life’ trägt die Bürde des zweiten Songs, der ein wenig langsamer und verträumter rüberkommt. Der dritte Song heißt ‚Perfect Face’ und man kann ihm getrost das Prädikat ´Abgehsong´ geben, denn hier wird von Anfang bis Ende gerockt was das Zeug hält. Mit einer gut gelungenen Melodyline, einem aggressiv wirkenden Chorus und mit einer James Hetfield ähnlichen Stimme kann ‚Perfect Face’ auf ganzer Linie überzeugen. Zur Zeit sind ja Cover-Versionen tierisch in Mode gekommen und auch Devin Dawn ließen sich davon beeinflussen und haben ihre Rockversion von Nik Kershaws Hit ‚Would’t It Be Good’ mit auf diesen Longplayer gepresst. Der nun folgende Songtitel ‚Heavy Metal’, passt eigentlich überhaupt nicht zu Devin Dawn, denn man erwartet, verzerrte Gitarren und donnernde Drums, aber stattdessen bekommt man einen ruhigeren Song geboten, der zu allem ´Überfluss´ auch noch durch eine Trompete eingeleitet wird. Auch aus dem Punkrock-Bereich zog man seine Inspirationen, wie man eindrucksvoll in dem Song ‚Today’ hören kann.

Zwar schaffen es Devin Dawn nicht ganz das Niveau von ‚Trust In Your Religion’ oder ‚Perfect Face’ zu halten, liefern aber trotzdem ein richtig gutes Rockalbum ab, das man sich zumindest mal anhören sollte.

Nils Manegold






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