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Truth Wins Out

Label: Sony (2004)

Düster, politisch und verspielt psychedelisch sind nur einige der Eigenschaften die mir zu Desert & Furtion einfallen, denn vor allem ist es eins - geheimnisvoll! Deshalb möchte ich erst einmal Licht ins Dunkel bringen. Desert & Fortune sind Diva (Vocals, Guitar), Reb (Backing Vocals, Guitar & Trumpet), Stone (Bass & Trombone) und KaiN (Drums) und der Albumtitel „Truth Wins Out“ ist der Bibel entliehen, ein Zitat das durch US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld wieder an Aktualität gewann. Dieser benutze das Zitat immer, wenn er auf die Gründe für den Irak-Krieg angesprochen wurde. Übersetzt heißt es bedeutet es sowie wie „Am Ende setzt sich die Wahrheit durch“ und wie jeder von uns weiß, musste sich dieser Spruch irgendwann gegen seinen Rezitator wenden, denn akzeptable Gründe gab es nie.

Obwohl Desert & Fortune mit der Namensgebung ihres Albums sehr politisieren und es sich beispielsweise bei „Interlude“ weniger um einen Song, als um eine Sound-Collage mit Sprachfetzen aus Reden von George W. Bush, Richard „Dick“ Cheney und Donald Rumsfeld handelt, widmet sich die Band in ihren Texten doch hauptsächlich den klassischen Themen - Liebe, Tod und Einsamkeit.

Die Platte beginnt mit dem Song „Damaskus“, eine Cover-Version von Richard Strange - ich bin zwar der Meinung, dass der Opener niemals nie ein Cover sein darf, aber mich hat ja vorher keiner gefragt, also muss ich da jetzt damit leben und da ich das Original leider nicht kenne, kann ich auch nicht sagen, in wie weit er neu interpretiert ist… „Black Nation“ hingegen ist eine Eigenkomposition, die wesentlich mehr Biss hat also ihr Vorgänger, dafür ist er aber auch ohrwurmlastiger und viel weniger düster. - Möglicherweise die erste Singleauskopplung?!

Na ja, und bevor ich hier noch länger rumschwafel, komm ich gleich zum Ende, denn die restlichen Songs klingen im Prinzip nicht viel anders - düster, erdig, stellenweise etwas (zu gewollt) psychedelisch - leider ist es dabei ziemlich langweilig, da helfen auch keine Experimente wie der Einsatz von Trompeten und Posaunen bei „Awakening“ und selbst das schicke Digipack nicht.

Verena Kuhn






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