Reviews

Nihility

Label: Earache (2002)

Wer ist Decapitated? Gute Frage. So ging es auch den Kritikern 1996, als sie eine Platte von den Jungs erhielten. Damals wurden sie noch belächelt, da ihr Durchschnittsalter bei 14 Lenzen lag. Die aus Polen stammenden Jungs gaben 1997 ihr erstes Demo ab, „Cemeteral Garden´s“. Für die Kritiker war klar, dass das, was die Jungs zelebrierten, klassischer Death Metal alter Helden ist und somit nicht wirklich etwas Neues darstellte. Im Jahr 1998 folgte das nächste Demo-Tape mit dem Titel „The Eye Of Horus“. So langsam begann der Aufstieg der Jungs, aber immer noch wurde wegen ihres Alters, jetzt schon durchschnittlich 16 Lenze, an ihnen gezweifelt. Aber Decapitated wurde in Polen zu einer festen Größe bei Live-Auftritten, somit war es nur logisch, dass demnächst ihre erste LP erscheinen musste. Und so war es auch: 2000 kam das Erstlingswerk „Winds Of Creation“ auf den Markt. Musikalisch hatten die Jungs auch eine weitere Entwicklungsstufe erreicht. Sie boten ein grandioses Death Metal dar, ohne wenn und aber. Und so ist es bei der jetzigen Scheibe immer noch. Die Platte ist pures Death Metal. Ein Vergleich mit einer anderen Combo fällt mir momentan nicht ein (wenn euch etwas einfällt schreibt mir!). Komplexes Drum, kolossales und progressives Gitarrenspiel geben der Platte eine fast kaum zu beschreibende Aura mit. Bands wie Decapitated lauern nicht hinter jeder Straße auf einen, um entdeckt zu werden, darum hoffe ich, dass sie den Erfolg haben werden, der ihnen für ihr dargebotenes Handwerk gebührt. Mein Tipp: Reinhören, sensationelles Death Metal.

Carsten Rothe






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