Reviews

Sign Of Madness

Label: Scarlet Records (2004)

Bereits Album Nr.4 gibt es von den Schweden, deren Debüt gut 10 Jahre zurückliegt. 4 Jahre sind auch seit dem letzten Longplayer vergangen. Ein Sängerwechsel stand an, der neue Mann nennt sich Matti Alfonzetti, klingt auch ordentlich und passt sich gut in das Gesamtbild von Damned Nation ein. Dieses sieht wie folgt aus, ein gewisser Herr Skogsberg verpasste den Herren den gewünschten, in thrashige Gefilde gewandten Sound. Musikalisch spielt man allerdings eine Mischung aus klassischem Hard Rock und Heavy Metal. Einige Keyboards mischen sich ebenfalls darunter, sind aber nur Beiwerk. Herr Alfonzetti (Sehr schnatzer Name) singt mit hoher, aber niemals nervender oder kitschiger Stimme, macht seine Sache also richtig gut. Die Musik ist enorm midtempolastig gestaltet, was besonders zum Ende hin nervt, da einfach nicht genügend Abwechslung geboten wird. Der thrashige Sound steht einigen Hard Rock Riffs gut an (‚Stranded‘ und ‚Wall Of Illusion‘), wird mit der Zeit auch durch zu seichte Griffbrettakrobatik langweilig. Der Bass klingt hingegen unverzerrt richtig gut und lohnt auch genauerem hinhören. Leisten kann sich der Hörer das, denn es passiert leidlich wenig. Der Clou, klassisches Songwriting trifft auf harten Sound, nutzt sich ab, die dicke (Sound)Hose, die man sich bei den oben genannten Songs bildhaft in der Band vorstellen mag, täuscht nur bedingt über einen Mangel an Kreativität hinweg. So bleibt ein durchschnittliches Album, das viel zu wenig Substanz bietet, um auf Dauer überzeugen zu können. Magerkost.

Christian Kremp






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