Reviews

The Constant Threat Of Accidental Death

Label: Copro Records (2003)

Dai Lo sind vier Jungs von der Insel, genauer gesagt aus Nottingham. Es ist eine Rock Combo, die sich aber in direkter Konkurrenz zu ihren Label Kollegen Forever Until October befinden. Dai Lo existiert seit 1999 und ihr erster größerer Erfolg war ein Titel auf einer Compilation von Organ Records zu haben.

Den Anfang macht ‚Vigilante’, dass mit einer Akustikgitarre beginnt und nach kurzer Zeit zu E-Gitarren wechselt. Die Musik ist solider Rock den man aber schon sehr leicht in die Emocore-Schublade schieben kann. Die Stimme des Sängers, Shaun Bailey, ähnelt der Stimme von Guano Apes Sängerin Sandra Nasic, passt aber eigentümlicherweise zum Gesamtsound. ‚Devil’s Prize’ hat einen guten Anfang und bringt etwas unpassende Zwischenparts die nicht zum sonst etwas härteren Sound des Songs passen. Auch sonst sind die Songs etwas härterer Gangart für diese Art von Musik, aber etwas schneller und mit einer etwas männlicheren Stimme würde das ganze schon wesentlich besser klingen. Vergleichen lässt sich der Sound schon ziemlich mit dem von den Guano Apes, nicht nur der Stimme wegen. Leider fehlen Dai Lo aber die Ideen um ihre Werke etwas unterscheidbarer zu machen. Natürlich gibt es auch Tracks die herausstechen, ein gutes Beispiel wäre ‚Have It Your Way’, das die Stimme von Shaun etwas weicher klingen lässt und ziemlich melodisch ist. ‚The Push’ hat eine sehr lange und gute Einleitung die in den Hauptteil des Lieds überfließt. Der Gesang tritt hier etwas hinter die Gitarren und beansprucht die Aufmerksamkeit nicht allein für sich. Das Album endet mit ‚Dead Man's Suit’, dem langsamsten Track des Albums, der aber auch gleichzeitig der beste ist.

Abschließend kann man sagen, dass es für Dai Lo musikalisch wohl ein gelungenes Debüt ist, aber der Band fehlt ein markantes Zeichen, dass sie von andern Bands abhebt.

Winfried Bulach






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