Reviews

Verschränkung

Label: Feuer Publications (2017)

Der zweite Output der norwegischen experimentalen Blackmetaller. Seit 14 Jahren als Band existent, mit dem zweiten Album heuer, dieses umfasst sieben Songs u d jeder einzelne ist wirklich eine musikalische Herausforderung. Diese Jungs haben die klassischen Blackmetal-Pfade sehr weit verlassen, arbeiten stark mit Stimmlage und Atmosphäre, bringen Avantgarde und Rock Elemente ein um ihrer Musik den nötigen Raum zu geben. Fast jeder, außer der Basser, sind am Gesang tätig. unterm Strich haben wir drei mögliche Klangfarben, mit denen auch fröhlich gearbeitet wird. Dieses Spektrum reicht von Screams bis hin zu cleanen Vocals. Dazu noch die teils am Rock und stellenweise an Blues heranreichende Takte, wie z.B. bei ‚Avitchi Blues‘ was der Name schon verrät, man bei Blackmetal aber nicht wirklich glauben möchte.
 
So zieht sich dieses Album durch, von einem „Das machen die jetzt nicht wirklich ...“ zum nächsten „Holla, was ist denn das?“. Aber ganz ohne die blutigen, rasenden, infernalischen Roots kommen auch diese Jungs nicht aus. Diese werden als Akzente z.B. bei ‚Atmasphere‘ oder auch bei ‚Rebellion‘ genutzt, was alleine schon vom Namen her sinnhaft erscheint. Aber dazwischen gibt es auch bewusst eingebaute dissonante Vocals, was man eigentlich von Sängern kennt, die kurz darauf eine neue Band brauchen, dies wird hier bewusst als Kontrapunkt gesetzt.
 
Mein Tipp: Ein Album das so gar nicht wirklich passen will, egal wo und in welchen Bereich. Blues und Blackmetal, dazu Atmosphäre, Theatralik, Raserei, dissonanten Gesang und Rock. im Grunde kann solch ein Album nur aus Norwegen kommen. Dieses Album ist sehr speziell, also genau hinhören oder wenn ihr etwas ganz Besonderes oder Seltenes wollt, dann seid ihr hier genau richtig. Mit staunenden Augen die Pommesgabel zum Gruße!
 
9/10
 
Car Sten






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