Reviews

Riot Avenue

Label: Frontiers Records (2012)

Vor einiger Zeit durfte ich mir die damals aktuelle Scheibe der skandinavischen Sleaze-Rock Jünger aus Schweden anhören und sie hier bewerten. Nun liegt bereits der dritte Longplayer der Band vor. Stilistisch hat sich bei den Jungs nicht wirklich viel geändert - und das ist auch grundsätzlich gut so.

Nach wie vor bewegt man sich im Fahrwasser der Genregrößen von Mötley Crüe bis Guns'n Roses. Dabei ist das Schminkköfferchen stets in der Nähe. Dazwischen gibt es mal mehr, mal weniger gelungene reine Hardrockabfahrten und jede Menge dreckige Riffs. Und wenn wir schon einmal dabei sind: Je dreckiger die Crazy Lixx zur Sache gehen, desto besser läuft der Rock'n'Roll Motor. Eine solche Band sollte niemals versuchen zu lieblich zu klingen, sondern der Stallgeruch nach frisch imprägnierten Schlangenlederstiefeln und notgedrungen billigem Whisky (mehr war nach den teuren Stiefeln finanziell einfach nicht mehr drin!) muss schon dem Betrachter von Bandphotos ins Auge fallen.

Und die Skandinavier erreichen genau diesen Eindruck fast über die volle Distanz. "Riot Avenue" macht wieder einmal so richtig Spaß, auch wenn es den einen oder anderen Hänger durchaus zu verzeichnen gibt. Aber Bands, die wirklich über die gesamte Distanz zu überzeugen wissen, finden sich eben auch nicht jeden Tag. Für die medizinisch verträgliche Alltagsdosis Rock'n'Roll lohnt sich der Besuch der "Riot Avenue" allemal!

Frank Scheuermann






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