Reviews

Mankind The Crafty Ape

Label: Mascot (2012)

Was wäre diese Band, wenn man die ganz erheblichen Pink Floyd Einflüsse abziehen würde? Nun, wahrscheinlich immer noch interessant, aber vieler toller atmosphärischer Elemente beraubt. Die Band, die sich auf ihrer Facebook-Seite vom Etikett "Postrock" distanziert, arbeitet mit Elementen aus Artrock, Doom, Alternative und Progressive Rock. Dabei formen sie als Pink Floyd Enkel eine sehr eigene Melange aus den vorher genannten Stilmitteln. Mellotronwände stehen Gitarrenwalzen gegenüber, dazu ein zuweilen orgiastisch aufspielendes Schlagzeug und Gesänge zwischen Melancholie und Rockcharme.

Ich muss zugeben, dass ich nach mehrmaligem Hören immer noch verwirrt bin, wie ich das Endprodukt beschreiben kann. Aber das sollte niemanden davon abhalten, ein Ohr zu riskieren. Denn trotz des eher verwirrenden Bandnamens, der vermutlich keinen Ästhetikpreis gewinnen wird, hat die Musik ein hohes Suchtpotential. Wenn man sich einmal auf das Klanguniversum von Black Crippled Phoenix eingelassen hat, dann will man definitiv noch mehr davon. Dass das Debüt uns somit gleich einen fast 1,5 stündigen Doppelsilberling auftischt, können wir somit getrost als göttliche Fügung einstufen.

Frank Scheuermann






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