Reviews

Along Came A Spider

Label: Steamhammer (2008)

Wenn er noch ein Jahr auf den Bühnen dieser Welt rumturnt (und das dürfte er locker hinkriegen), steht ein ganz besonderes Jubiläum für Herrn Cooper an: Sage und schreibe 40 Jahre im Musik Business seit der ersten Scheibe "Welcome To My Nightmare" aus dem Jahre 1969! In dieser Zeit hat er wie kein anderer die Szene geprägt und ist auch heute vielen ein Begriff, die sich ansonsten nur mit den aktuellen Charts beschäftigen. Das dieser charismatische sowie symphatische Rocker nach wie vor kein bisschen müde geworden ist, belegt auch das aktuelle Release "Along Came A Spider".

Der Titel ist hierbei Programm, das Konzeptalbum erzählt die Geschichte eines Serienmörders und seines weiteren Werdegangs. Dementsprechend wurden die Songs natürlich auch der Geschichte angepasst, um die jeweiligen Aussagen musikalisch zu untermauern. Alles in allem ist dies Alice Cooper gut gelungen, auch wenn das Album nicht wirklich vom Hocker haut. Dafür sind einfach Granatensongs wie das phänomenale 'Vengeance Is Mine' (mit Gastauftritt von Slash)  zu sehr die Ausnahme. Sicher wirken Tracks wie 'Wake The Dead' solide und entfachen vor allem im Chorus das nötige Feuer, insgesamt gesehen regiert jedoch Hard Rock Hausmannkost statt prägnanter Momente. Einige Songs starten sofort ohne großes Intro durch ('Catch Me If You Can'), andere beginnen mit einem genialen Riffing, um dann leider etwas dahinzuplätschern ('In Touch With Your Feminine Side'). Dies soll jedoch auch keine schlechte Wertung darstellen; der Name Alice Cooper lässt natürlich die Erwartungen gleich in die Höhe schnellen, sodass man schon bei einem soliden Album ein klein wenig enttäuscht ist. Denn dies trifft auf "Along Came A Spider" - trotz der gelungenen Story - leider zu.

Oliver Bender






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