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Pandemonium

Label: SPV (2008)

Gegründet im Jahre 1995 machten sechs Taiwanesen auf der Welt zu zeigen, dass Blackmetal nicht zwangsläufig aus dem Westen stammen muss. Mit dieser Scheibe präsentieren sie einen guten und repräsentativen Querschnitt ihrer Schaffensperiode. Kurz vor dem Release waren die Herren nebst der Bassistin auf Tour mit Ensiferum und rockten Europa. Chthonic spielen einen symphonischen Blackmetal mit orientalischen Einschlag. In ihrer Musik werden landestypische Mythen und Sagen vertont, deren Grundstimmung aber sehr depressiv ist und die ganzen Geschichten die erzählt werden kein Happy-End haben. Ein weiterer Höhepunkt bei dieser Band liegt in der Wahl der Instrumente. Gitarre, E- als auch Bass sind vorhanden, Schlagzeug ist da und die Vocals brauchen natürlich ein Mikro, ein Keyboard ist auch nichts untypisches aber welche Band hat schon eine orientalische Violine im Handgepäck dabei? Diese One-String Violine machtr den ganz charakteristischen Charme der einzelnen Songs als auch der kompletten musikalischen Struktur der Band aus. Keine Female-Vocals können so schön dramatisch-charismatisch klingen und schwingen wie dieses Instrument.

Nach einem kurzen Intro geht es dann auch gleich mit einem Knaller los: 'Onset Of Tragedy' ein Re-recordedeter Song, wie fast alle Songs bis auf drei. Dieser Song spiegelt gleich zu Beginn wieder was einen erwarten wird. Bis auf einen Song haben alle Blackmetal übliche Überlänge zu vermelden. Ich werde nicht weiter auf einzelne Songs eingehen, denn man muss es gehört haben um mitreden zu können. Daher schon mein Tipp: Belagert euren CD-Dealer eures Vertrauens und hört euch diese geile Teil an. Abgesehen davon isst ja bekanntlich auch das Auge mit und hier kann es das. Das Teil kommt in einem Paperback-Schuber, mit einer geilen Malerei darauf, die Songtexte sind auf separaten Kärtchen gedruckt, auf deren Vorderseite ein Musiker/in oder mehrere die Ansicht versüßen. Wahlweise auf Englisch oder Taiwanesisch sind die Texte abgedruckt...Leute, das müsst ihr gesehen und gehört haben: Fett ohne Ende!

Car Sten 






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