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I Cut Out Her Heart (And Stomped On It)

Label: Impact Records (2006)

Tex, auch bekannt als Country Bob kommt aus Dallas, Texas. Er ging durch die harte Schule des Lebens und lernte in Californien von einem Freund das Spielen der Gitarre von den Noten bis hin zu den Akkorden. In seiner aktuellen Band befinden sich außer ihm noch Big Gom sowohl am Bass als auch am Mikro und Cliff Hill an den Drums, die wohl als Bloodfarmers zu bezeichnen sind. Die Geschichte der Band ist aber wesentlich länger und von Mitgliederzu- und abgängen geprägt, die wohl durch Tex zustande kamen, denn er machte viele Leute verrückt dass sie die Band wieder verließen. Doch nun zur Platte...

Die Musik von Country Bob lässt sich am ehesten als Rock mit Countryeinflüssen beschreiben, auch wenn Country seinen Weg nicht in jeden Song der Bloodfarmers gefunden hat. ‚The Head On The Sidewalk‚ ist beispielsweise ein lupenreines Rockstück, am ehesten noch mit Punkeinflüssen, dass einen direkt überfährt und beeindruckt, im Gegensatz dazu kann man 'Opry Star' als "Intro" verstehen, obwohl auch hier ordentlich Tempo, aber auch mehr Country drin ist. Mit '16 Tons' macht die Band ihrem Namen und dem genannten Stil alle Ehre, so macht Country auf jeden Fall jedem Spaß, denn es ist wie in einem alkoholhaltigem Cocktail untergemischt, so dass man die anderen Zutaten im Vordergrund hat und genießen kann. Dieser Tempowechsel von Song zu Song und die ab- und zunehmenden Countryanteile machen die Scheibe sehr abwechslungsreich und eine Menge Spaß macht sie auch noch. Kurz vor dem Ende der Scheibe präsentiert Country Bob noch zwei Mammutwerke mit mehr als 6 Minuten, die irgendwie aus dem Schema der CD fallen, sowohl von der Länge als auch vom Stil her, doch das kann den guten Eindruck den er bis dahin gemacht hat nicht mehr verfälschen.

Country Bob und seine Bloodfarmers haben eine nette Scheibe konzipiert und die vielen Bandkollegen die er in den Wahnsinn getrieben hat, waren es wert denn "I Cut Out Her Heart (And Stomped On It)" macht einfach einen Riesenspaß. Wer es nicht glaubt kann sich ja auf der Bloodfarmers Myspace Seite davon überzeugen.

Winfried Bulach






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