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Sexshop

Label: Eigenproduktion (2001)

Seit dem Jahre 1999 machen die vier Jungs von Crossing Green schon Musik (unter dem Überbegriff `Deftorock`) und sind mit Bands wie Sub7even, Glow oder den Bananafishbones durch die Landen getourt. Im Januar dieses Jahres haben sie mit „Sexshop“ ihr Debütalbum vorgestellt und erlangten im Mai einen Fernsehauftritt bei NBC Giga. Mit dem Song ‚Sometimes’ konnten sie bei dem Fachblatt Soundcheck einen weiteren Erfolg verbuchen, denn der Song wurde auf Platz eins des Demochecks gewählt. ‚Sometimes’ ist mit Sicherheit der Song, der am meisten Hitpotential verfügt und das liegt nur zum Teil an den eingängigen Melodien und Zeilen, denn zum Abschluss gibt es noch ein richtig gelungenes Gitarrensolo zu hören, also ein rundum gelungener Song und nicht zu unrecht auf Platz eins gewählt. Aber fangen wir mal von vorne an. Der Opener ‚Addict-less’ zählt, ebenso wie ‚Won´t Tell...’, zu den wohl eingängigsten und zugleich melodischsten Songs der Scheibe, ‚Sometimes’ mal außen vor gelassen. Für die emotionale Schiene gibt es mit ‚Out Of My Mind’ und ‚Hometown’ zwei ´Love-Rock-Songs´ zu hören, wobei beide eine gute Mischung aus rockigen Riffs und langsameren Parts bestehen, so dass die Songs nicht zu einer Schnulze verkommen. ‚Ride On’ zählt ebenfalls zu den Anspieltipps, es ist zwar ein Coversong, aber Crossing Green haben ihn auf ihre Art und Weise eingespielt. Der Titeltrack ‚Welcome To The Sexshop’ ist ein etwas gemäßigterer instrumentaler Song, bei dem deutlich die Gitarrenarbeit im Vordergrund steht, die ich hiermit auch noch mal würdigen möchte. Mein persönlicher Lieblingssong ist allerdings ‚Enemy’, denn er beginnt leicht progressiv, mit Keyboard im Hintergrund und avanciert zu einer Hard-Rock Ballade, wobei der Chorus im Vergleich zu den anderen Songs recht aggressiv vorgetragen wird. Wie man sieht haben die Jungs von Crossing Green wesentlich mehr zu bieten als den einen von der Presse hochgelobten Song.

Nils Manegold






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