- Monochrome
- Call The Ships To Port
- Bullet
- Invisible & Silent
- Prometheus
- We Stand Alone
- Rising Sun
- Winter Comes
- We Want Revolution
- Scared
- Atlas
Label: Sony (2002)
Das schon seit Frühjahr erwartete Album „Northern Light“ von Covenant gibt es nun endlich in den Plattenläden zu kaufen. Das schwedische Trio, bestehend aus Sänger Eskil Simonsson, Clas Nachmanson und Joakim Montelius kennt sich bereits schon seit der Schulzeit. Verbunden durch das gemeinsame Interesse an elektronischer Musik und dem Drang selbst Musik zu machen, erschien 1992 ihre erste Veröffentlichung „The Replicant“. 1994 folgte ihr Debüt-Album „Dreams Of A Cryotank“. Geprägt von den frühen Achtziger Jahren und Bands wie Kraftwerk und Front 242, sowie von Underground-Clubs der Techno-Szene fanden Covenant bald ihren einmaligen Stil. Ihre Devise: Experimentieren ja, aber nie dem eigenen Stil untreu werden.
Dies lässt sich auch auf ihrem fünften Album erkennen. Die Skandinavier spielen mit Gegensätzen: einige Stücke wirken nachdenklich, andere sind wieder sehr futuristisch und kalt. Auffallend ist, dass „Northern Light“ durch die glasklare Musik heraussticht und eine winterlich verschneite, teils melancholische Stimmung vermittelt. Neu ist bei dieser CD der Einsatz eines Streichorchesters, die Arbeit mit einer Background-Sängerin, einem Bassisten und einem Schlagzeuger. Während das Intro ‚Monochrome‘ mit seinem pulsierenden Beat den Hörer in weite Sphären entführt, regt die ruhig gehaltene, melancholische Ballade ‚Invisible & Silent‘ zum Nachdenken und sich fallen lassen an. Vor allem überzeugt Covenant mal wieder mit ihren basslastigen Elektrosongs wie der ersten Single-Auskopplung ‚Call The Ships To Port‘, ‚We Stand Alone‘ und ‚Bullet‘, die bereits in diversen Clubs mit Erfolg aufgelegt wurden. Nicht zu vergessen sind auch die traurigen, ruhigen und gefühlvollen Stücke wie ‚Winter Comes‘ und ‚Atlas‘ im Gegensatz zu dem mit heftigen Beats unterlegten Song ‚We Want Revolution‘. Insgesamt könnte man ein Album nicht abwechslungsreicher und doch so stilgetreu gestalten, wie es Covenant gemacht haben!
Fazit: Fans elektronischer Musik sollten dieses Album in ihrem Musik- Regal haben!
Gastredakteur