Reviews

Once Upon Our Yesterdays

Label: Massacre Records (2003)

Spätestens mit dem letzten Output „Human Stain“ haben Cornerstone ein gehöriges Ausrufezeichen in der Hard Rock Landschaft gesetzt. Ein Album vollgepackt mit Ohrwürmern en masse und eigenen Trademarks, das in den Jahreswertungen 2002 ganz oben stand. Kein Zweifel: Die Band um Doug White (Rainbow) und Steen Morgensen (Royal Hunt) gehört trotz erst zweier Alben schon zu den Acts, an denen man sich messen lassen muss.

Daran wird auch die neue Scheibe „Once Upon Our Yesterdays“ nichts ändern, im Gegenteil: Cornerstone haben es erneut geschafft, 10 atemberaubende Hard Rock Tracks aus dem Ärmel zu zaubern, die die Leistungsfähigkeit eines jeden CD-Players in punkto Dauerrotation auf Herz und Nieren prüfen. Natürlich ist Cornerstone das Baby des Duos White / Morgensen, trotz alledem hat mit den zwei übrigen Bandmitgliedern zwei hervorragende Musiker an Bord geholt, die spielerisch mehr als nur mithalten können . Saitenzupfer Kaspar Damgaard erinnert stellenweise an Royal Hunt Gitarrist Jakob Kjaer und begeistert durch dynamische Riffs als auch durch gefühlvolle Passagen. Drummer Allan Sorensen gibt Tempo und Rhythmus gekonnt vor und harmoniert bestens mit dem ohnehin über jeden Zweifel erhabenen Steen Morgensen. Wie auf dem letzten Album ist auch bei diesem Silberling der Opener mit einer der besten Songs. „Welcome To Forener“ hat sofort mitreißende Wirkung und entfacht mit seiner treibenden Wirkung gleich zu Beginn ein Feuerwerk an Spielwitz und Innovation. Das darauf folgende ,When The Hammer Falls’ hat zwar nichts mit den schwedischen True Metal Kollegen zu tun, ist aber nicht minder mitsingkompatibel. Was dieses Album so kurzweilig macht, sind die kleinen Experimente, die in jedem Track vorkommen. ,Passion To Warefare’ beginnt beispielsweise mit einem modernen Keyboard Intro, ,End Of The World’ wird durch Geigen Melodien aufgemischt während das eher simpel gestrickte ,21st Century Man’ durch klassische Passagen auffällt. Grandios umgesetzt wurden vor allem die atmosphärischen Stücke. ,Man Without Reason’ ist die einzige reinrassige Ballade, ein fantastischer Song, der Erinnerungen an die Amerikaner von Poison weckt. Der Titelsong ,Once Upon Our Yesterdays’ sowie ,Some Have Dreams’ sind das bekannte Tüpfelchen auf dem i und untermalen die melodische Ader der Band zum Teil mit sehr schön arrangierten Chorstimmen. Für all diejenigen, die Doug White nicht kennen sollten, erspare ich mir trotzdem einen Kommentar zu gesanglichen Leistung. Hier hilft wirklich nur die Hörprobe, die das zum Ausdruck bringt, wo Worte an ihre Grenzen stoßen!

„Once Upon Our Yesterdays“ nimmt problemlos einen Platz in meiner persönlichen Jahres Top Ten Wertung ein und darf in keiner Musiksammlung fehlen.

Oliver Bender






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