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Continuum In Extremis

Label: Locomotive Music (2001)

The Consortium Project nannte sich das 99er Debütalbum des englischen Songwriters und Sängers von Elegy Ian Perry, der auch durch seine Arbeit mit Bands wie Vengeance und Ayeron bekannt sein dürfte. Für sein zweites Werk hat Perry 7 bekannte Musiker mit ins Boot geholt: Jan Bjilsma (Ex-Vengeance), Dirk Bruinenberg, Patrick Rondat (beide Elegy), Günter Wernö, Stephan Lill (beide Vanden Plas), Patrice Guers (Rondat) und Thomas Youngblood (Kamelot). Produziert wurde das Album von Tommy Newton in den Area 51 Studios. „Continuum in Extremis“ ist eine Fortsetzung der musikalischen Ideen, die im Debütalbum 99 bereits angedeutet wurden. Die Texte handeln von der Wissenschaft wie z. B. die Entdeckung der Gene oder dem Klonen von Menschen bis hin zu globalen Warnungen oder der immer wieder auftretenden Hysterie in den Medien. Musikalisch bietet Consortium Project II typischen Progressive Metal, angereichert mit melodischen und klassischen Elementen. Da uns von der Plattenfirma keine Songtitel mitgeteilt wurden, macht es auch nicht viel Sinn, im Einzelnen auf die Songs einzugehen. Symbolisch für den Charakter des Albums sei hier nur der Opener genannt, der für Prog Metal auf höchstem Niveau steht. Obwohl 3 Gitarristen mit von der Partie sind, wirkt der Song niemals überdreht. Die Abstimmung untereinander klappt bestens, die Keyboards von Günter Wernö verleihen dem Ganzen eine gewisse Mystik. Ian Perry macht einen unheimlich engagierten Eindruck und vermittelt durch seine hohen, energiegeladenen Vocals den Texten die nötige Intensität. Insgesamt gesehen ist das Album an sich zwar gut, aber auch nicht überragend, da bis auf den genannten Opener und zwei weiteren Songs die absoluten Kracher fehlen. Erwähnenswert wäre noch, dass einige Tracks mit deutschen bzw. französischen Sätzen beginnen, was man als kleine Spielerei in Bezug zur Internationalität der Bandmitglieder, die aus 4 Ländern stammen, ansehen kann.

Progressive Metal Fans kommen hier voll auf ihren Kosten und sollten „Continuum in Extremis“ auf jeden Fall Beachtung schenken.

Oliver Bender