Reviews

Cloudscape

Label: Metal Heaven (2005)

Cloudscape sind eine neue Formation aus, wie könnte es auch anders sein, Schweden. Die Band dürfte in ihrem Heimatland noch unter dem alten Namen Doctor Weird bekannt sein, man spielte u. a. mit dieser Formation das Sweden Rock 2000. Das nun vorliegende, selbst betitelte Debut, wurde mitte 2004 gestellt.

Das schier unendliche Reservoire an schwedischen Musikern wird auch bei dieser Band wieder deutlich. Ich warte weiterhin auf den Tag, an dem auch mal ein schlechtes Release aus dem IKEA Land rüberschwappt. Aber zurück zur Band. Cloudscape sind stilistisch dem Melodic Metal verfallen, mit einer gehörigen Spur progressiven Parts und einem kleinen Anteil an sinfonischen Elementen. Vergleiche lassen sich am besten zu den Norwegern von Pagan’s Mind und Kamelot (zu „The Fourth Legacy“ Zeiten) ziehen. Die Scheibe enthält 12 Songs, die allesamt überdurchschnittliches Niveau verkörpern. Mit Micael Andersson hat man zudem einen passablen Sänger am Start, der mit seiner nicht allzu hoch angesiedelten Stimme bestens zu dem melodischen angelegten Songmaterial passt. Herzstück dieser Formation ist jedoch das Gitarrenduo Björn Eliasson / Patrik Svärd: Da haben sich zwei gesucht und gefunden. Unter die Haut gehen hierbei vor allem die langsamen Leadsoli in den midtempoorientierten Tracks (z. b. ,The Presence Of Spirits’). Die Scheibe enthält keine nennenswerte Schwächen und bietet kurzweilige Unterhaltung auf gewohnt hohem Niveau – zumindest was Musik aus Schweden betrifft. Anspieltipps sind die ersten drei Tracks ,As The Lights Leads The Way’ ,Under Fire’ und ,Aqua 275’.

Cloudscape überzeugen mit dieser Scheibe durchgehend. Ob das reicht, ist fraglich. In diesem Sektor tummeln sich ein Haufen erstklassiger Bands, von daher besteht durchaus die Gefahr, in diesem Strom unterzugehen. Dennoch sei allen Freunden von melodisch / progressiven Klängen eine Lauschprobe ans Herz gelegt.

Oliver Bender






SonicShop - HiFi Gehörschutz