Reviews

The 1st Chapter

Label: Frontiers Records (2005)

Na, ihr armen Schweine von der Progmetal-Frickelfraktion! Seid ihr schon wieder gestresst, weil die letzte Veröffentlichung, auf der Leute von Dream Theater beteiligt sind, schon länger als drei Monate zurück liegt? Nicht verzagen! Hilfe naht in Gestalt einer neuen skandinavischen Formation, die mindestens genauso viele abgedrehte Rhythmen spielt wie das US Original.
Es handelt sich hierbei um die schwedische Truppe Circus Maximus, die es geschickt versteht, Versatzstücke aus Metal, Pop und 70s Progressive Rock zu einem stimmigen Ganzen zu verschmelzen. Das Ergebnis ist trotz der vielen bereits erwähnten Wechsel leicht goutierbar. Dafür zeichnen wohl in erster Linie die starken Melodiebögen von Michael Eriksen (vocals, guitar) verantwortlich, aber auch die Fraktion der Instrumentalisten liefert hochwertige Arbeit ab. Die oftmals tiefer gestimmten Gitarren von Mats Haugen braten oberamtlich aus den Boxen, wenn er rhythmisch differenziert die Songs begleitet. Die Keyboards von Espen Storo eröffnen dem Sound weitere Dimensionen, während die Rhythmusabteilung -bestehend aus Glenn Mollen, bass und Truls Haugen, drums- weitere Highlights setzt.
Die Produktion lässt nichts zu wünschen und auch das Artwork kann als gelungen bezeichnet werden. Tja, fehlt nur noch ein Anspieltipp. Am besten nehmt Ihr Euch mal gute zehn Minuten Zeit, um den phantastischen, stimmungsvollen Track „Glory Of The Empire“ zu genießen. Solltet Ihr eher auf Dauergefrickel stehen, dann hört doch mal in die 19:07 Minuten andauernde Titelorgie „The First Chapter“ rein. Für die Progfans sind Circus Maximus auf jeden Fall ein großer Gewinn!

Frank Scheuermann






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