Reviews

The Impossibility Of Reason

Label: Roadrunner Records (2003)

Viele Bands versuchen erfolgreiche CDs auf den Markt zu bringen, indem sie ihre Musik an gerade aktuellen ´Wellen´ anpassen, momentan up to date ist gerade der Trend zum Nu-Metal...

Chimaira aber sind nicht der Versuchung verfallen, Musik für den Markt zu produzieren, die 6 Amerikaner versuchen vielmehr die Fahne ihres Stils hochzuhalten. Dieser Stil - New Wave Of American Heavy Metal (NWOAHM) - wurde seit ihrem letzten Output „Pass Out Of Existence“ noch weiter verfeinert, indem die elektronischen Parts, die der Vorgänger in relativ großem Maße zu verzeichnen hatte, fast ganz verschwunden sind und man sich wieder auf den Urinstinkt des Schwermetalls, also Drumming, Gitarren und Bass konzentriert.

Besonders die Gitarrenarbeit ist auf „The Impossibility Of Reason“ hervorzuheben, die von Lead Gitarrist Rob Arnold und Rhythmus Gitarrist Matt DeVries in jedem der 13 Songs hervorragen umgesetzt wird - mal messerscharfe Riffgewitter wie bei ‚Power Trip’ und ‚Stigmurder’, mal dunkel und schwer wie bei ‚Crawl oder auch beeindruckende Solis wie im Titeltrack ‚The Impossibility Of Reason’, Neben dem charismatischen Gesang von Mark Hunter dominieren die Klampfer eindeutig das Geschehen. Bei der Titelwahl muss man ganz besonders den letzten Song ‚Implements Of Destruction’ hervorheben, ein 13-minütes Instrumental, welches alle Facetten der Band offen legt und somit den Bandnamen mehr als rechtfertigt (Chimaira = Fabeltier bestehend aus vielen verschiedenen Tieren wie Schlange, Löwe und Ziege). Auch in diesen hohen Gefilden der Kunst bewegt sich der Song ‚Eyes Of A Criminal’, welcher schon fast in die Schiene Death Metal einzuordnen ist durch seinen sehr aggressiven Gesang und die dunklen Melodien im Background. Entspannung bringt in diesem Song nur der Refrain, in dem Sänger Hunter zeigt, dass er auch gemäßigter singen kann und somit ‚Eyes Of A Criminal’ einen sehr abwechslungsreichen Touch verleiht.

Im kompletten 12-Song-Gefüge ist kein einziger Ausfall zu verzeichnen, die Lieder unterscheiden sich zwar in ihrem Stil, nicht aber in ihrer Qualität. Von daher kann man sagen dass Fans von Fear Factory, Pantera oder Machine Head bei „The Impossibility Of Reason“ ohne Frage zugreifen können!

Thomas Schmitt






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