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Degradation Trip

Label: Roadrunner Records (2002)

Jerry Cantrell, Ex-Mitglied der Grunge-Legende Alice In Chains und damit Mitbegründer eines ganzen Musikstiles, bringt nun mit „Degradation Trip“ sein zweites Solo-Album auf den Markt. Ein Rock-Album das mit Ohrwurm-Songs und jeder Menge Groove überzeugt, ohne auch nur einen Hauch von Party-Mucke aufzuweisen. Zusammen mit dem Bassisten Robert Trujillo (unter anderem Ozzy Osbourne) und Schlagzeuger Mike Bordin (Faith No More, Korn,...) spielte er 14 Songs ein, die nicht nur mit ihrer überdurchschnittlichen Länge beeindrucken (kaum ein Lied ist kürzer als 4 Minuten). ‚Anger Rising’ ein Song mit coolen Riffs und einem rockigen Refrain, gepaart mit düsterer Stimmung und wütenden, bis hin zu sanften Gesangseinlagen. Dieses Lied gehört eindeutig zu den Vorzeigestücken und wurde zu Recht für die erste Singleauskopplung ausgewählt. Auch ‚She Was My Girl’ groovt ohne Ende und regt gleich zum mitsingen an. Doch „Degration Trip“ bietet mehr. Mit ‚Angel Eyes’ und ‚Solitude’ enthält es auch zwei wunderschöne ruhige Songs. Ersteres versetzt einen fast in Trance, wirkt wie hypnotisierend, also einfach Augen schließen und zuhören. ‚Solitude’ dagegen ist eine typische Ballade, leidende, zitternde Stimme und leichte Instrumente im Hintergrund.

„Degration Trip“ bietet gefühlvolle und abwechslungsreiche Songs eines Musikers, von dem man einfach nur Gutes erwartet - und natürlich wird man nicht enttäuscht.

Verena Kuhn






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