Reviews

Green River Thriller

Label: Cargo Records (2018)

Es gibt ein Debüt zu vermelden, welches aber wirklich besonders bemerkenswert ist. Seit ihrer ersten Single aus dem Jahre 2016 hat sich diese Kiwi-Band aufgemacht an ihrem, diesem Debüt, zu basteln. Das alleine machen viele Bands, hier haben wir aber eine Punkband, welche auch den Titeltrack als Video produziert haben, was wirklich eine Augenweise darstellt. Denn die Herrschaften sind allesamt Damen, female fronted, female bass, female guitar, female drums. Femme fatal würde der Band nicht gerecht werden, denn da ist mehr, viel mehr …
 
Der Opener welcher auch gleich der Titeltrack ist und als Video zu bewundern gibt, ist eine amtliche Ansage in puncto wohin es gehen soll. Wenn man sagt es bleibt so, die Gangart, die Intensität, dann ist dies nicht gelogen und wir haben unsere erste Lauschprobe fertig mit ‚Green River Thriller‘. Die Damen spielen schön mit Intensitäten und Prägungen, wer es amerikanisch mag, wie Bad Religion, Green Day und wie sie alle heißen, der sollte es mal ‚Exist‘ probieren. Ein wenig Marilyn Mannson Feeling kommt bei ‚Scream Queen V3‘ auf. Bei ‚Turn on the Night‘ kommt mir unweigerlich Doro Pesch zu ihrer Warlock in den Kopf, der Song könnte auch aus ihrer Federstammen, denn von der Taktung her, spielen die Damen auf allen Hochzeiten, auch wenn der Punk aber auch der Hard-Rock die bestimmenden Elemente sind. Für klassischen Punk kommen aber definitiv zu viele Gitarrensoli vor…
 
Mein Tipp: Ein oder zwei Songs mehr unterm Strich hätten nicht getan, aber das was geboten wird ist echt aller Ehren wert, ein Album, welches auf ganzer Linie zu überzeugen weiß, Spaß macht, überrascht und schlicht gut klingt. Spaßfaktor und Überraschungen wissen zu wirken. Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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