Reviews

Straight Shooter

Label: Rhino Records (1975/2015)

Nach der fulminanten ersten Scheibe waren die Erwartungen an Bad Company von allen Seiten verdammt hoch. Nur so erklärt sich die relative Ernüchterung, die die zweite Platte "Straight Shooter" damals erfahren hat. Nach all den Jahren spürt man, wie toll ein Großteil der Lieder heute immer noch funktioniert. 1975 war die Messlatte eben durch den Vorgänger "Bad Co." eben so verdammt hoch, dass viele einfach nicht anders konnten als enttäuscht zu sein.

"Feels Like Makin' Love", "Deal With The Preacher" und vor allem der quasi Titelsong "Shooting Star" gehören zu den Highlights des 70er Jahre Rock. Ob "Anna" jetzt zum Besten gehört, was die Musikwelt je gehört hat, sei einmal dahingestellt. Aber in der Summe (auch unter Berücksitigung des ebenfalls großartigen Eröffnungstückes "Good Lovin' Gone Bad", mit seinem unglaublich aggressiven Gesang) gehört aus heutiger Sicht "Straight Shooter" schon zu den unbedingt empfehlenswerten 70er Jahre Scheiben. Das gilt übrigens auch für die nachfolgenden Großtaten wie "Run With The Pack" (1976, "Burning Sky" (1977) und "Desolation Angels" (1979). Danach wurde es dann in der Tat etwas mau.

Die Deluxe Ausgabe hat eine zweite CD mit bislang weitgehend unveröffentlichtem Bonusmaterial, das zum Teil ebenfalls essentiell ist und wie die Debotscheibe auch ein wundervolles Booklet mit zahlreichen Bildern der Epoche.

Frank Scheuermann

8/10 






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