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Heimweh

Label: AFM Records (2013)

Der neuste Streich der “Ruhrpott Heiden, wie Zagan und Co gerne mal genannt werden, ist vorhanden und man kann jetzt schon sagen, dass es wieder ein großer Wurf geworden ist. Ein typisches Album für diese Band, die Kombination von Paganerkultur in den Lyrics und der paganen kompositorischen Ausrichtung, stellenweise Blackmetal daher kommend aber immer unglaublich harmonisch. Heuer hat man sich auch der Vorgängeralben bedient in dem man sich bei dem ein oder anderen Song manch eine Entlehnung gegönnt hat, keine Kopie aber man bekommt den ein oder anderen Song parallel nicht aus dem Kopf heraus.

So, nun direkt hinein, in dieses an ein Epos erinnerndes Album, man könnte es auch mit einem klassischen Blackmetalalbum vergleichen geht man auf die Länge der Songs ein, gerade mal zwei unter sechs Minuten, ist es aber nicht. Alle Tribute die sich Black Messiah angeeignet haben und ausmachen, ihre Trades, finden sich hier wieder: die eigenwillige Komposition, Verbindung von früher und heute – sowohl musikalisch als auch lyrisch, mitreißend, lachend und nachdenkend machend bekommt man. Growls, Screams aber auch cleaner Gesang, klassisch intoniert. Einen Nachfolger für ‚Söldnerschwein‘ oder ‚Sauflied‘ ist auch aus zu machen , auch wenn man sagen muss dass der Text wo möglich eher etwas anderes ausdrücken möchte, doch ein Lacher kommt zu aller erst aus dem Rachen bei … ‚Wildsau‘. Man kommt erhaben, aber auch getragen daher, mal Blast mal mit Break, mal mit Sample mal ohne. Immer überraschend und gerade deshalb wieder so klassisch Black Messiah.

Mein Tipp: Hört euch das ganze Album, es ist neu, es ist anders aber in der Tiefe ist es wieder ein typisches Black Messiah Album, welches in allen Lagen mehr als überzeugt. Die Jungs werden von Album zu Album besser und auch selbstsicherer und das tut dem Ganzen richtig hörbar gut. Ein ansprechendes, spannendes, mit Überraschungen versehenes und nicht vergleichbares Album. Das Horn zum Gruße, Skal!!!

10/10

Car Sten






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