Reviews

An Acoustic Evening at the Vienna Opera

Label: Mascot (2013)

Der gute Joe! Ich hatte schon angefangen mir Sorgen um ihn zu machen, da im Jahr 2013 schon fast drei Monate ins Land gezogen sind, ohne dass auf einer CD deutlich sichtbar sein Name geprangt hätte. Lediglich bei einer Funk CD war er bislang beteiligt. Nun, jetzt halten wir ein Dokument in Händen, das vermuten lässt, dass es um seine Gesundheit bestens bestellt sein muss!

Wie so viele andere auch, seitdem Tesla vor über 20 Jahren mit "Five Men Acoustical Jam" die Unplugged-Welle losgetreten hatten, konnte Flitzefinger Joe der Versuchung nicht widerstehen, ein ähnliches Album folgen zu lassen. Und einige seiner Klassiker sind mal wieder richtig schön umgebaut worden, so dass man sie zuweilen nur nach genauerem Hinhören erkennt. Begleitet wird er dabei von einer Besetzung, die so gar nichts mit seinen Bluesrockscheiben zu tun haben möchte. AQkkordeon, Pennywhistle, Banjo, Fiddle und so weiter sind die instrumentalen Zutaten zu einem mehr als ansprechenden Gebräu.

Sicher, der Powerbluesfan oder Hardrocker (siehe Black Country Communion) kommt bei "An Acoustic Evening at the Vienna Opera" nicht auf seine tägliche Dosis Distortion und "weedly-weedly-weeeeeee", aber man bekommt eine schöne Neuinterpretation seiner wichtigsten Songs und einiger Coverversionen (Tom Waits, Bad Company). Und wie hat Paul Stanley mal so schön und zutreffend gesagt: "Ein Song ist nur dann ein guter Song, wenn er auch alleine auf einer akustischen Gitarre gespielt gut klingt." Nuff said! Und die neue Version von Sloe Gin ist echt groß!

Frank Scheuermann






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