Reviews

Brimstone Days
We Are The Brimstone Days

Label: Eigenproduktion (2011)

Über meine Affinität zu skandinavischen Bands, speziell jene aus dem Land der Elche, habe ich mich schon zuweilen ein wenig ausgelassen. Es dürfte also niemenden überraschen, wenn ich betone, dass aus dem hohen Nor5den zuweilen großartige Bands kommen. Aber da sind wir wieder bei der philosophischen Frage: Wenn eine Waqnd weiß ist, heißt das dann, dass alles, was weiß ist, auch eine Wand sein muss? (Wer sich für solche Gedanken interessiert, der kann sich mal mit viel Vergnügen durch Organon V von Aristoteles quälen...).

Nun, Brimstone Days, eine junge Dreierformation aus dem Ikealand, versucht gar nicht erst metallisch oder punkig zu klingen, wie so viele andere Bands. Eher fühlt man sich an eine Verbindung aus Late 60s Psychedelic Pop und Early 70s Gitarrenrock erinnert. Vermutlich musste die Band selbst den Studioaufenthalt berappen, da die Spieldauer der Scheibe nicht gerade fürstlich genannt werden kann. Aber bei den gerade wieder steigenden Außentemperaturen und zunehmend sonniger Stimmung macht "We Are The Brimstone Days" durchaus Sinn zur Anwendung auf Grillparties. Sind die Jungs innovativ? Nicht wirklich, denn wenn man den eigenen Stil als modernen Retrorock bezeichnet, dann möchte man sich auf bekannten Strukturen ausruhen - und das ist kein Schaden, wenn die Strukturen erhaltenswert sind.

Es wäre zu wünschen, dass Brimstone Days es noch schaffen, deutlicher ihre eigenen Fußabdrücke zu hinterlassen, denn die Band hat durchaus Potential!

Frank Scheuermann






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