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Sands Of Time

Label: Cargo Records (2003)

Dieses Album ist für mich nur wieder eine Festigung meiner These, dass richtig guter Hardcore im Moment für seine Wurzeln den fruchtbarsten Boden in den Niederlanden findet. Die Szene ist sehr groß und neue gute Bands entspringen fast täglich. Aus dem niederländischen Heerlen bei Limburg stammen auch Born From Pain. Nun, die fünf Jungs sind nicht frisch entsprungen. Seit dem Sommer 1997 spielen sie in dieser Zusammensetzung und präsentieren jetzt auf Gangstyle Records schon ihr drittes Album.

Mit „Sands Of Time“ stoßen sie mitten hinein in die Metalcore Ecke. Und musikalisch brauchen sie auf keinen Fall die Vergleiche mit Bands wie Hatebreed, Raised Fist oder Deluge zu scheuen. Es ist ein optimales Zusammenspiel zwischen modernem NY Hardcore und manchmal sehr thrashigem Metal. In den intensiven, starken Texten spiegelt sich extremer Zorn, Hass, Wut und Frustration wider. Das ganze vereinigt und sehr fett produziert stellt einen richtigen Wall an Energie dar. Zugegeben, musikalisch ist das Gesamtwerk nicht allzu abwechslungsreich und spannend, doch das gleicht die packende Energie, die hinter jedem Song steckt wieder aus. Für meine Ansprüche findet man etwas wenig richtig schnelle Abgehparts, dafür jedoch verdammt geile Double-Bass Gewitter, welche die Mosh-Abschnitte leiten.

Neben diesem Album wird von der Band in diesem Jahr noch einiges zu hören sein. Bei ihrem Programm für das restliche Jahr ist ihr Ruf als am härtesten arbeitende Band Europas verständlich. Neben einer Tour mit Madball (bis in den Sommer hinein) stehen noch einige Festivals an, wo man sich von ihrer Kraft auch live überzeugen kann. Unter anderem stehen sie neben Slayer, Hatebreed und Sepultura im Juli auf dem With Full Force Festival bei Leipzig auf der Bühne.

Meine Mutter würde sagen, das sei Krach, ich sage, es ist ein genialer, energiereicher Tritt in die Fresse. Der sowohl Hardcore, als auch Metal Fans gut reingehen wird.

Tim Ruhl






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