Reviews

Jack Blades

Label: Frontiers Records (2004)

Alice Cooper, Aerosmith, Great White, Ozzy Osbourne u.v.m. Alle hatten bereits das Vergnügen mit Jack Blades, aus dessen Feder so manche Songs der genannten Bands stammen. Selbst an Filmmusik zu Kino Highlights wie Armageddon, Wayne’s World oder Rock Star war der Songwriter beteiligt, der einigen vielleicht noch durch seine Bands Night Ranger und Damn Yankees bekannt ist. Das selbstbetitelte Album ist nun die erste Soloscheibe des vielfältig talentierten Künstlers, für die er zahlreiche prominente Gastmusiker verpflichten konnte (u. a. Tommy Shaw, Warren De Martini, Jeff Watson). Jack Blades offeriert auf diesem Album midtempo orientierten Melodic Rock, bestens geeignet für’s Autoradio. Hierbei kommen zumeist die etwas langsameren, akustischen Stücke hervorragend zur Geltung, in vorderster Front sei hier nur die herrliche Ballade ,Alone Tonight’ genannt, ausgestattet mit sehr viel Gefühl und harmonischem Flair. Überzeugnd wirken ebenfalls die halbakustischen ,Sometimes You Gotta Have Faith’ und ,Who You Want To Be’. Mit den treibenden Rock Tracks wie dem Opener ,Sea Of Emotions’ oder ,We Are The Ones’ kann ich mich eher weniger anfreunden da weder die Kompositionen noch die Vocals bestechend sind. Eine Nummer im Stile von ,Someday’ dürfte alle Freunde der 70er erfreuen, vor allem stimmlich passt das Stück sehr gut zu den Hippies und derem damaligen Konsum.

Wer auf Melodic Rock steht, in den heutigen Releases das Flair früherer Tage vermißt und sich nicht daran stört, dass bis auf wenige Ausnahmen Durchschnittskost geboten wird, dem könnte dieses Album gefallen. Probe Hören empfiehlt sich.

Oliver Bender






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