Reviews

Black Witchery
Upheaval Of Satanic Might

Label: Osmose Productions (2005)

Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen den wohlbekannten Ausdrücken, „Geknüppel“ und „Geiles Geknüppel“? Was ist der Grund, dass man manchmal nur noch mitgehen will und gelegentlich vor Wut Gitarrenspielverbot erteilen möchte?
Black Witchery geben darauf nur bedingt eine Antwort. Sie gehören oder zweiten Fraktion an und sollten direktes Spielverbot bekommen, denn der Sound dieser Herren ist unter aller Sau. Black Metal hat zwar eine Tradition an andersartiger Produktion, aber die bedeutet nicht undifferenziert und unhörbar. Wer die alten Darkthrone Scheiben wie „A Blaze In The Northern Sky“ oder die geile „Under A Funeral Moon“ kennt, weiß wovon ich rede: Atmosphäre pur. Hier rumpelt es 26 Minuten lang was das Zeug hält. Abgesehen, dass man die CD auch zum Preis einer Mini einstellen könnte, sind diese Minuten schon Qual genug. Die Gitarren sind irgendwo und spielen recht einfach gestrickte Arrangements, das Schlagzeug, das einfach nur irgendwie nach Krach klingt, spielt schnell, was aber gerade gespielt wird ist für mich kaum herauszuhören. Kopfhörerverbot für das Album empfehle ich, da es dermaßen eintönig dröhnt, dass man Aggressionen aufbaut und auch Mordgedanken an den Musikern zu hegen beginnt. Da diese in Kanada leben bleibt dies dann doch unwahrscheinlich. Lebendige Musikfans diesseits des Atlantiks sollte auf jeden Fall die Finger von dieser Band lassen, außer sie lieben Black Metal und Krach. Mir hat dieses Album eine Busfahrt und weitere kostbare Zeit in meiner Wohnung vermiest, wünsche ich keinem. Black Metaller bestellen sich eher alte Darkthrone-Alben beim Osterhasen.

Christian Kremp






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