Reviews

Our Somewhere Else

Label: Rough Trade Distribution (2004)

Nach meinem letzten Review zu diesem Genre bin ich doch etwas zögerlich an dieses Album heran gegangen. Doch schon beim ersten Hören kam der große Aha-Effekt. Kein schnulziges Gejammer mit dürftigem Trauersound unterlegt. Hier bieten die Münchner auf ihrem Debütalbum Stoff auf den das Genre wahrlich Stolz sein kann. Perfektes Zusammenspiel und Interaktion von Vocals und Instrumenten machen das gute Stück zu einem wahren Ohrenschmaus. Die Klangfarben versinken nicht in unerträglichem Dunkel und bleiben dabei angenehm lebhaft. Mit modernen Elementen wird hier aufgefrischt ohne sich vom Genre zu entfernen, was schon eine Leistung für sich ist. Dazu kommt die markante und ausdrucksstarke Stimme des Sängers mit einem wirklich beeindruckenden Spektrum. Frage ich mich doch wie die Combo es wagen konnte, ihre Fähigkeiten so lange vor dem Publikum zu verstecken. Aber ok, gut Ding braucht Weile. Wenn man danach geht müssten sie an die 150 Jahre geübt haben. Geile Sache das.

Fazit: Wer nicht reinhört ist selber Schuld. Auch Nichtgothics wird dieses Album Freude bereiten. Keine Angst, nix mit monotonem Trauerbrei sondern etwas wirklich Neues und absolut Fesselndes ist hier entstanden. Und denkt daran: Mit jedem Kauf wird die Chance auf ein Nachfolgealbum größer. Tut dem Goth Rock also etwas Gutes und kauft dieses Kleinod.

René Ahnert






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