Reviews

Living Targets

Label: Epitaph (2002)

„Other bands play, Beatsteaks kill!” ist die Aussage, die mir vom letzten Album „Launched” in Erinnerung geblieben ist. Bei „Living Targets“ gehen die fünf Berliner Jungs, meiner Meinung nach, wesentlich experimentierfreudiger ans Werk, ohne dabei jedoch ihren Stil zu verlieren. Zwölf Songs sind auf dem brandneuen Silberling zu finden, die allesamt in den Bereich Melodycore fallen. Der Opener ‚Ready To Rock’ festigt zuerst mal ihren Standpunkt im Punkgeschäft. Danach geht es weiter mit ‚God Knows’ einem eingängigen Song, bei dem Sänger Arnim seine Gesangstechnische Vielfalt eindeutig unter Beweis stellt. Auch ein eher andächtigen Song namens ‚Soothe Me’, der nach einem Liebeslied klingt ist auf dieser Scheibe enthalten, der gegen Ende durch seinen zweistimmigen Chorus zu überzeugen weiß. Geile Gitarrenarbeit und einen eingängigen Chorus gibt es bei ‚Above Us’ zu begutachten. Mit ‚This One’ finden die Beatsteaks zurück zu ihren rockigen Wurzeln, denn dieser Song enthält nicht nur ein gutes und klassisches Rocksolo, sondern geht auch dem entsprechend ins Blut. Anschließend kommt ‚Disconnected’, ein typischer 80er Jahre Song á la Depeche Mode oder The Cure, der recht depressiv und ruhig rüberkommt. Mein persönliches Highlight der dritten Beatsteaks-Scheibe ist aber ‚To Be Strong’, denn er ist rockig, melodisch, eingängig und leicht schnulzig geworden, aber einfach gut. Zum Schluss gibt es noch die Singleauskopplung ‚Summer’ zu hören, ein typischer Punkrocksong, mit leicht depressiver Stimme und leicht einprägsamer Melodie. Rund um ein gelungenes Album, das zwischen den vielen Support-Touren aufgenommen wurde. Wer also die Beatsteaks kennt, weiß dass diese Knaben Live vollends zu überzeugen wissen und das sollte man sich im März auch nicht durch die Lappen gehen lassen, denn dann sind sie auf Deutschland Headliner Tour.

Nils Manegold






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