Reviews

Don't Fear The Reaper

Label: Century Media (2006)

Ein halbes Jahrzehnt hat es nun gedauert, bis der schwedische All-Star-Express wieder seine Fahrt aufgenommen hat. 5 Jahre Zeit des Wartens und der Hoffnung, dass dem superben „Symphony Of The Devil“ ein würdiger Nachfolger folgen würde. Leider muss ich mit tränenerstickter Stimme sagen, dass das Ergebnis recht ernüchternd ausgefallen ist. Gar von einer kleinen Enttäuschung zu reden wäre alles andere als übertrieben. Im Gegensatz zu den 3 Vorgängeralben + der genialen Cover-EP „Witchburner“, die allesamt von der ersten bis zur letzten Sekunde fesseln konnten und immer wieder aufs neue begeistern, ist „Don´t Fear The Reaper“ über weite Strecken einfach stinklangweilig. Bis auf das wahrhaft großartige ‚Ashes‘, die eineinhalbminütige Satanic Slaughter-Abrißbirne ‚Immortal Death‘ und den Rausschmeißer-Thrasher ‚Cannonfodder‘ bleibt einfach nix im Ohr hängen. Die meisten Songs plätschern genüsslich am Ohr des Hörers vorbei und können keinerlei Akzente setzen. Das einzige, was von der Großartigkeit der Vergangenheit ohne Wenn und Aber übrig geblieben ist, ist diese einzigartige morbide Atmosphäre, die die Einzigartigkeit der Schweden ausmacht.

Ich hoffe mal inständig, dass nach der nächsten Wartepause (die hoffentlich keine 5 Jahre mehr dauern wird) ein besseres Album rausspringt als „Don´t Fear The Reaper“! Um nicht missverstanden zu werden, man kann das Album nicht als Hühnerkacke bezeichnen, dafür ist es dann doch wieder zu gut. Aber im Falle Witchery erwarte ich mehr als eine Zusammenstellung durchschnittlicher Songs. Es muss knallen und mitreißen, und genau das tut’s hier nicht. Also Jungs, macht so was nicht noch einmal, sonst gibt’s Haue!

Michael Meyer






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