Reviews

Carpe Diem

Label: Music For Nations (2001)

Will Haven, das sind fünf Jungs aus Sacramento, die es sich zur Aufgabe gemacht haben im Noisecore-Bereich für Furore zu sorgen, denn im Stil von Neurosis oder Breach bringen sie gnadenlos, voller Wut und mit einfachsten Gitarrenriffs ihre Songs rüber. Schon im Jahre 1996 wurden die fünf Jungs mit den Deftones auf Tour genommen und spielten sich in die Herzen ihrer langjährigen Freunde von den eben erwähnten Deftones, Slipknot und Fear Factory. Aber kommen wir zur Besprechung des Albums. Bei den neun Songs sind die Einflüsse aus dem gesamten Metalbereich unüberhörbar. Der Titeltrack ‚Carpe Diem’ kann als der ´melodischste´ Song des Album bezeichnet werden, auch wenn man trotz konzentriertem Hinhören kein Wort der Lyrics verstehen kann, okay da mag im Hardcore-Bereich überwiegend üblich sein, aber zumindest den Chorus sollte man verstehen können. ‚BATS’ überzeugt mit einem stimmungsvollen Intro, jedoch verfällt Will Haven danach wieder in den gewohnten Trott des kompromisslosen Songwritings. Bei den Songs ‚Dressed In Night Clothes’ und ‚Dolph Lundgren’ gerät der Gesang ein wenig in den Hintergrund, wobei das Metalriffing besser zum Vorschein kommt. Nach einem gemächlichen instrumentalen Intro im Song ‚Finest Hour’ kommt ein Break und es geht wieder mit extrem harten Riffing und Gesang im gewohnten Stil weiter. ‚Miguel..’ besticht durch das Timing, der beiden Gitarristen, denn der Song besteht aus lauter abgehackten Gitarrenriffs und stellt somit mal eine Abwechslung im Gesamtkonzept dar. Also soviel zum objektiven Eindruck dieser Scheibe. Ich persönlich kann mit dieser Scheibe wenig anfangen, weil mir einfach die Abwechselung und gute Melodylines fehlen. Zu gute halten muss man den Jungs allerdings, dass sie zu einer der härtesten Bands gehören, wem’s gefällt.
 
Nils Manegold 






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