Reviews

The XIII Skull

Label: Frontiers Records (2004)

Irgendwie konnte ich mit den Italienern White Skull und ihrer Musik noch nie wirklich viel anfangen. Ich kann mich zwar noch daran erinnern, dass das vierte Album „Tales From The North“ (das ich irrtümlich für das Debüt hielt) zwei- oder dreimal Passagier in meiner CD-Schleuder war, eine Frau das Mikro schwang und Grave Digger’s Chris Boltendahl gesangstechnisch auch in Erscheinung trat, seitdem setzt die Platte in meinem Regal jedoch Staub an. Und ich habe das Gefühl, dass es „The XIII Skull“ wohl auch nicht viel anders ergehen wird. Alleine die Happy Metal-Scheiße (sorry!) ‚Top Secret’ ist in der Lage, einem den ganzen Tag zu vermiesen. Zum Glück wird dieser Tiefpunkt, an dem man die 5 Jungs am liebsten an den nächsten Pizzabäcker vermieten würde, mit dem Rage-lastigen ‚Last Navigator’ und Song Nr. 6 ‚Missing Link’, der sogar richtig gut ist, wieder einigermaßen wettgemacht. Alles in allem wechseln sich Dimmer-Licht und Schatten ab, so richtig hell wird’s jedoch nie. Die Instrumental-Fraktion schafft es zwar, öfter mal mit brauchbaren Melodien aufhorchen zu lassen, jedoch kann man Neu-Frontmann Gustavo Adrian Gabarro nicht gerade bescheinigen, zu den besten seines Fachs zu gehören.

Wer als Überbrückung von Rhapsody zu Manowar noch eine CD braucht, die beides in minderer Qualität enthält, darf sich gerne mal ne Runde mit dem weißen Schädel beschäftigen, mein Exemplar wird sicher mal irgendwann wieder von meiner Mutter abgestaubt werden. Kann man haben, muss man aber nicht!

Michael Meyer






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