Reviews

Shadowman

Label: Frontiers Records (2005)

Ich habe Kansas, abgesehen von den Jahren mit Steve Morse, eigentlich schon immer gemocht und sie mir kürzlich auch mit Genuss zusammen mit Styx angesehen. Steve Walsh war für mich stets ein guter Frontmann, der auch gute Songs in das Bandgefüge von Kansas eingebracht hat. Für seine Solokarriere konnte ich mich allerdings nie so ganz erwärmen, das war zwar alles ganz gut, aber es wollte sich bei mir einfach niemals im Ohr festsetzen.

Shadowman macht hier leider keine Ausnahme. Die progressiven Stücke sind (wie man das heute wieder so hat) in der Überzahl und Herr Walsh gibt an Keyboard und Mikrophon wirklich alles, aber alles leidet unter der von ihm selbst ausgeführten mittelmäßigen Produktion, die zu keinem Zeitpunkt den Verdacht aufkommen lässt, dass es ihm mit dieser Platte richtig ernst ist. Das finde ich schade, denn wir alle wissen, dass er das Zeug zu viel mehr hätte.
An dieser Einschätzung ändert sich auch dadurch nicht viel, dass Drumlegende Joe Franco ebenso am Start ist wie Michael Romeo von Symphony X, der einige Orchesterparts beigesteuert hat.

So bleibt uns Fans der 70er Jahre nichts anderes übrig, als darauf zu hoffen, dass Kansas dermaleinst wieder ein Leckerli abliefern wie zuletzt 2001, als es zur Reunion im Original-Lineup gekommen ist. Shadowman ist leider nur eine kleine Vertröstung auf hoffentlich bevorstehende zukünftige Glanztaten seiner Stammformation.

Frank Scheuermann






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