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Thor

Label: Massacre Records (2009)

Nordische Mythologien sind derzeit in der Metallerszene en vogue. Das liegt bei skandinavischen Bands auf der Hand, aber auch immer mehr Wikinger im Geiste aus deutschen Landen nehmen sich dieser Thematik an. Zu ihnen gehören seit ihrem letzten Output auch die Power/ True Metaller von Wizard. Ihr achtes Langeisen haut mit massivem Kriegshammer genau in diese Kerbe.

Auf "Thor" findet die mit "Odin" zuletzt begonnene Saga ihre Fortsetzung. Wer das bisherige Oeuvre der Band kennt, der kommt nicht umhin, die neue Scheibe als eine der konzisesten und am stringentesten in der gesamten Bandgeschichte zu beschreiben. Fette Riffs, die ohne Umschweife auf den Punkt kommen treiben die Songs voran. Dabei zahlt sich das Engagement eines zweiten Gitarristen aus, da die Songs regelrecht nach vorne gepeitscht werden.

Der Gesang ist wie immer erfrischen unprätentiös und sehr natürlich ohne übertriebenes Geschreie. Dazu gesellt sich eine gute Produktion, die lediglich die Bassdrum etwas knackiger hätte betonen können. Es werden Stilelemente aller Epochen des Hard’n’Heavy zitiert, u.a. zweistimmige Gitarrenarbeit wie zuletzt bei den guten alten Thin Lizzy. Das ist richtig klasse, auch wenn es um einiges rotziger und schneller aus den Boxen gedroschen wird als noch in den guten 70ern. Phasenweise wird sogar Speed- und Thrashmetal kurz zitiert. Eine trotz aller Unterschiede homogene Scheibe.

Frank Scheuermann






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