Reviews

Good To Be Bad

Label: Steamhammer (2008)

Mehr als ein Vierteljahrhundert Rockgeschichte. Das sind Whitesnake. Die Band um Frontmann David Coverdale veröffentlichte bereits ihr erstes Album, als ich das Licht der Welt noch nicht erblickt hatte (1978). Wer von Anbeginn Fan der Truppe war, gehört a) nicht mehr zu den jungen Wilden und hat b) auch ein enormes Durchhaltevermögen, stellt das neue Release "Good To Be Bad" doch die erste Veröffentlichung nach elf (!) Jahren seit dem letzten Output "Restless Heart" dar. Vom Original Line-Up ist bis auf David Coverdale niemand übrig geblieben, dem typischen Whitesnake Sound hat dies jedoch keinen Abbruch getan.

"Good To Be Bad" rotiert nun schon seit Wochen ununterbrochen in meinem Player und das sagt eigentlich schon alles über diese Scheibe aus. Whitesnake haben mit ihrem neusten Streich elf fantastische Hard Rock Songs eingespielt, an denen man sich nur schwer satt hören kann und die auch nach x-tem Durchlauf die Bude rocken. Alleine schon der straighte Opener 'Best Years' oder das eingängige 'Can You Hear The Wind Blow' geben gleich zu Beginn die Richtung und das hohe Niveau vor. Stampfende Gitarrenparts und schöne Soloeinlagen wie bei 'Call On Me' stechen immer wieder bei diesem Album hervor und lassen zudem keinen Zweifel an der Klasse des neuen Gitarristen Doug Aldrich zu, der im Zusammenspiel mit David auch für die Kompositionen verantwortlich war. Natürlich kommen auf jeder ordentlichen Hard Rock Scheibe die Balladen nicht zu kurz, in diesem Fall haben es gleich 3 Songs auf das Album geschafft. Am besten gefällt hierbei der Abschlusstrack ''Til The End Of Time', das fast als reine Akustiknummer durchgeht und angenehm entspannt die Scheibe ausklingen lässt. Ansonsten gibt's auf dieser Scheibe nichts zu meckern, jeder Song bietet Hard Rock der Extraklasse und einen Frontmann, der auch nach 30 Jahren kein bisschen müde wirkt.

Mit "Good To Be Bad" haben Whitesnake ein kaum für möglich gehaltenes Comeback geschafft und präsentierten ein Album, das zeitlosen Rock verkörpert und in allen Ranglisten ganz oben platziert sein dürfte. Ein Hoch auf die Rock Dinos!

Oliver Bender 






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