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Nightlife

Label: Cruz Del Sur Music (2007)

Zwei Jahre nach dem durchaus erfrischenden "On Fire" beehren uns die Amerikaner nun mit ihrem dritten Werk "Nightlife", dessen Cover wohl jetzt schon zu de belanglosesten des Jahres zählen dürfte, auch wenn sie den Titel der Platte damit ohne Zweifel getroffen haben. An der musikalischen Ausrichtung der Amis hat sich nichts geändert: Man frönt weiterhin dem Metal aus vergangenen Tagen und lässt die 80er auferstehen. Der Mix aus cleanem Gesang und tiefen Growls wurde beibehalten, auch wenn Frontdame Lili nicht mehr dabei ist, ihre Parts wurden von Gitarrist John E. Wooten übernommen. 

Viel Stoff für Geschichten bietet dieses Album leider nicht. Musikalisch wirkt das Ganze zwar solide, unternimmt aber auch keinen Versuch, einen Wiedererkennungseffekt auszulösen. Songs wie der Opener 'First Born' oder auch 'Beware The Night' bieten ganz netten Heavy Metal, mehr aber auch nicht. Der Wechsel am Mikro hat sich nicht unbedingt negativ ausgewirkt, was fehlt ist einfach die Frische, wie es auf dem Vorgängeralbum beispielsweise ein Song wie 'An American Werwolf In Raleigh' darstellte. Davon gibt es hier keinen einzigen, was bei elf Tracks nicht gerade ein positives Zeichen ist. Als ob es die Band schon selbst geahnt hätte, dienen als Erkennungsmerkmal zumindest zwei Coversongs, die gegen Ende der Scheibe noch an zwei ganz große des Genres erinnern: 'Ain't Talkin' Bout Love' (Van Halen) und 'I Stole Your Life' (Kiss) erfahren die widowsche Interpretation, die vorsichtig ausgedrückt, den Eindruck des Albums nicht gerade verbessert.

Wer sich mal wieder die 80er vor Augen führen möchte, sollte lieber auf die Originale im Plattenregal zurückgreifen. "Nightlife" ist kein Album, dass man haben muss.

Oliver Bender






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