Reviews

The Heart Of Everything

Label: Gun Label Group (2007)

Endlich ist es soweit! Das lang ersehnte neue Album von Within Temptation wird am 09.März 2007 in den Plattenläden stehen. Wieder hatte Produzent Daniel Gibson seine Finger mit im Spiel. Abgemischt wurde die Scheibe von Stefan Glaumann der unter anderem schon für Rammstein erfolgreich, tätig war. Schon im Februar beglückte uns die Band mit der ersten Singelauskopplung "What Have You Done". Der krachende Rocksong lies große Freude auf das neue Studioalbum aufkommen. Mit "What Have You Done" setzten Within Temptation hohe Maßstäbe die auch im ganzen Album aufrecht erhalten werden sollen. Ich denke genau das haben die Künstler erfolgreich umgesetzt.

"The Heart Of Everything" ist eine ganze Spur rockiger, aggressiver und düsterer als das Vorgängeralbum "The Silente Force". Man bemerkt ziemlich schnell, dass sich Sharons Stimme veränderbar ist. Sie ist an vielen Stellen rockiger und rauer, das kommt gut an. Und nicht nur der Gesang ist kräftiger geworden. Auch die Riffs und Drums, die im Vorgängeralbum durch das Orchester ziemlich unter gegangen waren, heben sich nun aus den Songs heraus. Die Songs sind abwechslungsreich und haben Wiedererkennungswert. Track Nummero vier 'Our Solemn Hour' punktet einwandfrei mit dem mönchartigen Chören im Background. Englischer und Lateinischer Text im Refrain machen den Song zu etwas Besonderen und wandert somit sofort bei mir zu den Favez des Albums. Das Titellied 'The Heart Of Everything' sticht durch Sharons ungewöhnlichen Gesang heraus. Zwar bleibt sie ihrer Art zu singen treu, doch zwischendurch zeigt sie unbekannte dunkle Parts und beweist dadurch ihr musikalisches Talent. Ganz klar sind auch Balladen vertreten. Der Titel 'All I Need' hört sich ja auch schon nach einer Ballade an. Aber sie ist nicht kitschig. Im Gegenteil. Drums, Gitarren und Geige harmonieren perfekt. Die Texte handeln von den uns bekannten Dingen die uns alle betreffen und unser Leben beeinflussen. Der Glaube, die Karriere, das Glück und unser Wunsch nach Freiheit. Im bereits erwähnten Titelsong 'The Heart Of Everything' geht es um den Freiheitskämpfer William Wallace (auch bekannt durch den Film Braveheart). Ein sehr guter Text. Ein weiterer großartiger Text ist der von 'Final Destination'. Es handelt von Menschen die viel zu viel über Dinge nachdenken, die passieren könnten und somit zu viele schöne Augenblicke ihre Lebens verstreichen lassen. Sehr geil sind die Lyric von 'The Truth Beneath The Rose' hier geht es um den Glauben, um Religionen die missbraucht werden für Gewalttaten. Also ein Album mit geilen Instrumentalen Parts, grandiose Vocals und auch noch mit überdachten Texten.

"The Heart Of Everythin" ist ein großartiges Album geworden. Ganz klar haben die Songs nicht mehr die Charttauglichkeit wie beim Vorgänger und auch die Ohrwurmqualität hat etwas abgenommen. Doch genau das macht die Scheibe zu einem echten Zuckerschlecken. Fans von härteren Gitarrenriffs und dunkleren Vibes werden sich freuen.
Anspieltipps: 'Our Solemn Hour', 'The Heart Of Everything', 'What Have You Done'.

Steffie Krämer

 






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