Reviews

Below The Line

Label: Armageddon Music (2006)

Der Name Jutta Weinhold wird dem Metaller wohl für immer untrennbar mit ihrer früheren Band Zed Yago verbunden bleiben, was ihr aber selber am wenigsten auszumachen scheint. Schließlich führte sie das lyrische Konzept wegen eines Rechtsstreits später unter Velvet Viper und Weinhold fort, unter dessen Banner die Sangesfrau stellenweise noch immer epischen Heavy Metal fabriziert und dabei selbstverständlich textlich nicht mit Querverweisen zum Zed Yago-Album "From Over Yonder" spart. Somit wird schon gleich beim epischen Opener 'Storyteller' deutlich gemacht, in welche Richtung das Kaninchen hoppelt. Und diese Richtung heißt ganz eindeutig "Epischer Oldschool Heavy Metal", ein Gebiet, in dem sich Frau Weinhold ja schon ewig bewegt, sehr zur Freude des Rezensenten, wenn man bedenkt, dass die Dame schon seit den Sechzigern musikalisch unterwegs ist und früher andere Musik fabriziert hat.

Leider scheint von früher noch ein bisschen was hängen geblieben zu sein, denn es ist mir absolut schleierhaft, was die fast 7minütige Schlager Ballade 'Eternity' hier zu suchen hat. Cindy & Bert auf einem Metalalbum verträgt sich einfach nicht, wie schon das fürchterliche Gesülze 'Dancing With An Angel' auf U.D.O.s "Man And Machine"-Album gezeigt hat. Das gab damals schon einen eindeutigen Punktabzug und verhält sich hier nicht anders. Ansonsten gibt's aber nicht viel an "Below The Line" auszusetzen, auch wenn man nicht gerade den absoluten Überhammer erwarten sollte. Aber alleine Frau Weinhold macht mit ihrer tollen Stimme viel aus und gibt den Songs den nötigen dramatischen Anstrich. Somit können Fans des "From Over Yonder"-Werks wenig falsch machen, wenn sie "Below The Line" mal ein Öhrchen leihen.

Michael Meyer 






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