Reviews

V.A.
Tales From Aberration

Label: Aberrado Records (2004)

Die erste Veröffentlichung des Labels Aberrado Records heißt „Tales From Aberration Volume 1“ und ist ein Sampler der voll gepackt ist mit Hardcore, Emo und Punkrock. Irgendwie muss man sich als neues Label auf dem Markt etablieren, also warum fängt man nicht einfach klein an und bringt einen Sampler heraus, der zudem noch eine gute Promotion für die gewählten Bands sein kann.
25 Bands entbieten ihre Dienste auf diesem Klangwerk. Nach einem Intro geht es schon gleich mit der ersten Band los. The Grindolls beginnen mit schnellem und energiereichem Punkrock. Der Name des gespielten Titels lautet ‚El Asso’ und bietet nach dem passenden Übergang vom Intro alles was guten Punkrock ausmacht. Leider ist der Sound dabei etwas dumpf, aber darüber kann man ob der Geschwindigkeit hinwegsehen. Starseven, die schon drei Alben produziert haben, lassen hier auch etwas von sich hören. ‚My Money Back’ ist eine geniale Verschmelzung von Gitarre, Schlagzeug und Gesang der wie aus einem Guss klingt. Ein audiophiler Refrain ist ebenso vorhanden wie das obligatorische kurze Gitarrensolo, welches mit seiner Solidität überzeugen kann. Es gibt kein Licht ohne Schatten und so kommen hier die Krombacher Kellerkinder mit einem lustigen Namen, aber mit einer nicht dazu passenden Musik daher. Gegröle, das Hardcore mimen soll, aber letztendlich nicht kraftvoll genug ist, passt nicht zum Gitarrensound der geboten wird. To Whom It May Concern probieren sich in ‚Lost In A Dream’ an einer Mischung aus Hardcore, Deathmetal und Noise. Das Ganze klingt sehr interessant und spricht akustisch vor allem die Deathmetal Hörer an, weil der Song allein schon vom Gesang her stark in diese Richtung geht. Der lustigste Part des Samplers ist der Anfang von ‚One Different World’. Der von Bangarang gespielte Titel beginnt mit einem Ausschnitt aus Sinnlos im Weltraum, einer Nachsynchronisation von Star Trek, über den man sich im eigentlichen Zusammenhang kaputt lachen kann. Hier hat er den Sinn einer Einleitung, auf die eine etwas schnellere Hardcore, Alternative und Punkrock folgt. Klingt für den Anfang nicht schlecht und lässt sich bestimmt soundmäßig weiter ausbauen. Es gibt so viele andere Bands die hier nicht erwähnt wurden, aber man kann sich für den Preis von 6,50 € nicht beschweren und kann das Label unterstützen indem man mal reinhört.

Winfried Bulach






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